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Celle Stadt Schülerinnen legen Teich an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schülerinnen legen Teich an
16:28 18.12.2018
Die Schülerinnen haben viele Stunden und freie Nachmittage geopfert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Teich misst an der tiefsten Stelle über zwei Meter Tiefe. Quelle: Oliver Knoblich
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„Viele haben gesagt, dass Mädchen das niemals alleine schaffen“, erinnern sich Marla und Leoni und lassen den Blick über den neu angelegten Teich auf dem Schulgelände des Hermann-Billung-Gymnasiums schweifen. Sie sind stolz auf das, was sie in diesem Jahr geleistet haben. Sie und neun weitere Schülerinnen verwandelten den alten, stinkenden Schulteich wieder ein ein lebendiges Biotop.

Mehr Arbeit als gedacht

Der Weg dahin war hart und verlangte den Neunt- und Zehntklässlerinnen einiges an Kraft und Einsatz ab. „Es war anstrengender als gedacht und echt viel körperliche Arbeit“, sagt Leoni. Schließlich mussten 22 Tonnen Sand und 240 Quadratmeter Teichfolie verarbeitet werden. Unter anderem stand Schaufeln und Zusammenschweißen von Teichfolie auf dem Programm. Eine neue Herausforderung für alle. „Die Mädchen haben einen neuen Blickwinkel auf technische Arbeiten bekommen“, meint Lehrerin Victoria Lux. Manche hätten nun bereits Praktika in diesem Bereich absolviert und könnten sich vorstellen, etwas technisches zu studieren.

Mädchen sollen technische Berufe kennenlernen

Die ganzen Baumaßnahmen sind Teil eines Gemeinschaftsprojekts der Agentur für Arbeit Celle und der Stiftung NiedersachsenMetall. Die Schülerinnen nehmen an der „Mädchen-Ingenieur-Akademie“ (MIA) teil. Das Ziel ist es, die Mädchen praxisnah und mit einem hohen Alltagsbezug an die vielfältige und faszinierende Welt der Technik heranzuführen. „Auch 2018 können sich viele junge Frauen immer noch nicht vorstellen, ein Studium oder eine Ausbildung in einem technischen Beruf zu beginnen“, weiß Susanne Harms, Bildungsreferentin der Stiftung NiedersachsenMetall.

Gemeinsam mit Jungs hätte es nicht geklappt

Was also für alle Beteiligten am Anfang neu und ungewohnt war, hat sich in den letzten elf Monaten zu einer ganz neuen Perspektive entwickelt. Das Projekt kam bei den Gymnasiastinnen gut an. „Wenn Jungs dabei gewesen wären, dann hätte das niemals so geklappt“, sind sich alle einig. „Die hätten dann die schweren Aufgaben übernommen und hätten uns zum Aussuchen der Pflanzen geschickt. So konnten wir selbst mal hart arbeiten und ganz neue Berufsfelder für uns entdecken.“

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