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Celle Stadt Maler bezieht frühere Apothekenräume in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Maler bezieht frühere Apothekenräume in Celle
15:29 20.10.2017
Der gebürtige Ire Mick Foley stellt seine Bilder in der ehemaligen Antares-Apotheke an der Westcellertorstraße aus. Quelle: Erik Habermann
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Schon vor einiger Zeit fragte er, ob er im kleinen Atelier am Schlosspark malen könne. Er hatte Glück. Seit mittlerweile fünf Wochen malt er nun dort, wo zuvor wohl eher ein Duft von Kräutermischungen in der Luft lag. Jetzt dominiert hier ein angenehmer Geruch von trocknender Farbe der Bilder, die er bereits gemalt und in den Räumlichkeiten verteilt hat.

„Extended Painting“ heißt soviel wie „erweitertes Malen“ und ist der Schlüsselpunkt von Foleys Aktion. Er ist sicher, dass in einer Zeit, in der das Handwerk es immer schwerer hat, neue Ideen her müssten. „Nur so kann die Kunst überleben“, meint Foley. Also machte sich der 48-Jährige auf die Suche nach Möglichkeiten, den Menschen die Kunst wieder näher zu bringen. Prompt wurde er in einer Fernsehshow des US-amerikanischen Malers und Fernsehmoderators Bob Ross fündig. „Er malte ein Bild pro Sendung und jeder konnte ihm dabei zusehen“, erzählt der studierte Maler. Die Bilder, die dabei entstanden, waren ihm zu kitschig, aber die Idee begeisterte ihn sehr. „Normalerweise läuft das doch so: Der Künstler malt alleine, verkauft und da endet der Weg“, sagt Foley. Doch der Verkauf sei ihm nicht das Wichtigste und eben nur dies reichte ihm nicht mehr.

Der Prozess seiner Gemälde sollte im Vorbeigehen zu verfolgen und die täglichen Fortschritte und Veränderungen durch die Schaufenster für alle sichtbar sein. Das Konzept scheint zu wirken. Denn schon einige Besucher trauten sich in das Atelier zu dem gebürtigen Iren. „Ich freue mich über jeden Interessierten und gerne auch über Unterstützung beim Malen“, betont er. Wer also gerne einmal bei dem Maler vorbeischauen möchte, kann dies noch bis voraussichtlich Ende Dezember tun. Bis dahin wird seine Kunst in diesem Gebäude wohl noch zu sehen sein. Rund zehn Bilder sollen es am Ende werden, doch da mag sich der Farbkünstler nicht festlegen. Den Schluss soll eine große Ausstellung mit kleinen Konzerten bilden. „Für die Musik suche ich übrigens noch einen Pianisten“, fügt er schmunzelnd hinzu. Mehr Infos auf www.mickfoleyart.com

Von Erik Habermann