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Celle Stadt "Man sollte ganz früh anfangen"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Man sollte ganz früh anfangen"
15:43 22.06.2012
Celle Stadt

Mit einem Lesezelt verabschiedete sich gestern die elfte Celler Jugendbuchwoche. Auf dem Großen Plan im Herzen der Altstadt hatte der Arbeitskreis Jugendbuchwoche das große Zelt errichtet und fünf Autoren zu ganz besonderen Lesungen eingeladen.

Dabei waren die Autorin und Liedermacherin Bettina Göschl, gemeinsam mit ihrem Mann, Klaus-Peter Wolf. Heike Ellermann, Harald Tondern und Susanne Fischer lasen ebenfalls aus ihren Büchern und gaben den Kindern Autogramme.

Für die Autoren ist die Celler Jugendbuchwoche auch ein Treffpunkt, sagt Ellermann. Seit Jahren kommt sie her. Die Illustratorin und Autorin greift in ihren Büchern ernste Themen kindgerecht auf, zum Beispiel die Andersartigkeit, und wie sie zu Gewalt führen kann. Ihre Bücher illustriert sie mit eigenen Zeichnungen, bei Lesungen aber auch gerne mal mit Musik oder mit Rap-Gesang. Da dürfen die Kleinen natürlich auch mitmachen.

Tondern betont, wie wichtig es ist, mit Kindern und Jugendlichen zu lesen und zu schreiben. „Man sollte ganz früh anfangen“, sagt er. Tondern selbst fing mit zwölf an, heimlich für seine Lokalzeitung zu schreiben - unter dem Namen seines Vaters, wie er mit einem verschmitzten Grinsen berichtet.

Bei den Kindern kam die Jugendbuchwoche ebenfalls gut an. Sie zeigten, dass das Klischee der „Großen“, die „Kleinen“ läsen nicht mehr, nicht mehr ist, als ein Vorurteil. „400 Seiten in drei Wochen“, hat der elfjährige Paul Szonell zuletzt gelesen. Mysteria heißt das Buch. „Schade“, fände er es, wenn Jugendliche nicht mehr läsen. „Man lernt davon, zum Beispiel neue Wörter“, sagt er. „Und die Rechtschreibung“, ergänzt Florian Schreiber. Die HBG-Schüler lesen regelmäßig Bücher - und das gern.

Die Veranstalter zeigen sich nach der elften Celler Jugendbuchwoche zufrieden. Elke Haas vom Arbeitskreis sprach im Interview mit der CZ darüber, was Lesen für Jugendliche bedeutet, und wie sie der Kontakt mit Autoren prägt.

Von Isabell Prophet