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Celle Stadt Markt vorm Schloss zu schräge Idee
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Markt vorm Schloss zu schräge Idee
11:40 07.06.2012
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. "Schauen wir in andere Städte: Die Weihnachtsmärkte stehen dort überwiegend in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Beides gehört für mich zusammen. Nun auch bei uns die Stechbahn in den Weihnachtsmarkt einzubeziehen, sehe ich sehr positiv", sagt Altstadt-Ortsbürgermeisterin Gudrun Jahnke (SPD) und stellt sich hinter die entsprechenden Pläne der Tourismus und Stadtmarketing Celle GmbH (TSC), die den Markt auf Stechbahn, Großem Plan und Poststraße konzentrieren will: "Mit dieser Planung entsteht dann auch noch ein in sich geschlossener weihnachtlicher Rundgang. Und ich gehe davon aus, dass sich durch den ruhigen, leisen Weihnachtsmarkt auf der Stechbahn, viele Besucher zum abendlichen Adventskonzert in die Kirche einladen lassen. Meine Hoffnung geht deshalb dahin, dass wir für unsere Altstadt einen feinen Weihnachtsmarkt bekommen werden."

Jahnke hofft, dass sich Geschäftsleute aus anderen Straßen mit eigenen Aktionen an den TSC-Weihnachtsmarkt ankoppelten. Mauernstraßen-Akitivistin Monika Grawunder hatte beklagt, dass die TSC ihren Gedanken von der ausgedehnten "Weihnnachtsstadt" nicht berücksichtigt hatte. Jahnke rät zur Eigeninitiative: "Ich denke, dass die Akteure der anderen Straßen gute, sehr individuelle und feine Ideen in ihre Straßen, Fenster und Höfe bringen. Sie haben zu anderen Anlässen gezeigt, dass sie das können."

Den Brandplatz und Umgebung während der Adventszeit als alternativen Standort für den Wochenmarkt zu planen, halte Jahnke für eine "wirklich gute Lösung": "Ich wurde darin auch bestärkt in Gesprächen mit Gastronomiebetrieben und anderen Geschäften am und um den Brandplatz. Man begrüßt vor allem dadurch eine Wiederbelebung des Brandplatzes sowie des angrenzenden Quartiers." Wochenmarktkunden würden so den Platz "wieder entdecken", hofft die Politikerin.

"Die Bedenken der Marktbeschicker, durch die Verlagerung, Verkaufseinbußen hinnehmen zu müssen, möchte ich ihnen nehmen", betont Jahnke. Wochenmarkt-Stammkunden würden auch weiterhin ihre Lieblingsstände aufsuchen - auch auf dem Brandplatz: "Und sicher kommen auch neue Kunden hinzu."

Einer vom CDU-Ratsfraktionsvorsitzenden Heiko Gevers geäußerten Idee erteilt Jahnke eine Absage: "Den Wochenmarkt vor dem Schloss auf den Schlossberg zu installieren, brächte eine Vielzahl technischer Probleme mit sich. Dort sind weder elektrische Anschlüsse noch wassertechnische Vorrichtungen, wie etwa Abfluss und Zufluss, vorhanden. Alles müsste neu installiert werden - auf dem Brandplatz ist übrigens alles vorhanden. Zudem müsste wegen der Hanglage vor dem Schloss jeder Stand gesondert stabilisiert werden."