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Celle Stadt Marktleute beklagen: "Kunden finden uns nicht"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Marktleute beklagen: "Kunden finden uns nicht"
22:58 25.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Durch Lücken zwischen den Ständen wirkt der Wochenmarkt in der Schuhstraße wenig attraktiv. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Waltraud Hollwedel und Uta Adam haben schon einiges erlebt. 40 Jahre lang verkaufen die beiden bereits zusammen in dem Wagen der Landschlachterei Gramann Fleisch und Wurst. Auch auf dem Celler Wochenmarkt, wo sie in den vergangenen Jahren schon so einige Umzüge miterlebt haben. Dieses Mal sind die beiden Verkäuferinnen allerdings besonders gebeutelt worden. Wegen der Neukonzeption des Weihnachtsmarktes wurde ihr Verkaufsstand von der Stechbahn am Bomann-Museum in die Schuhstraße verlegt, wo sie am vergangenen Samstag das Schlusslicht bildeten. Die Folge: Kundschaft war Mangelware.

Weniger Laufkundschaft

"Wir haben schon extra nicht so viel mitgenommen", sagt Hollwedel. Und Adam ergänzt: "Stammkunden kommen schon vorbei, aber auch nicht alle. Und Laufkundschaft gibt es hier viel weniger als auf der Stechbahn." Dieser Eindruck täuscht nicht. Oft verstreichen fünf bis zehn Minuten, ohne dass die beiden überhaupt irgendetwas verkaufen.

Ähnlich erging es ein paar Meter entfernt Joachim Nieber, der schon über 40 Jahre auf dem Wochenmarkt verkauft, und nun auf den Brandplatz "ausgelagert" wurde. Der Händler findet klare Worte: "In Celle herrscht gerade eine Stimmung wie in der Kishon-Geschichte 'Der Fuchs im Hühnerstall', in der man sehen kann, was passiert, wenn man Theoretikern das Feld überlässt. Ich habe den Eindruck, dass der Markt kaputt gemacht werden soll, mit Absicht, damit die kleinen Einzelhändler weg kommen."

Lücken in Schuhstraße

Es ist vor allem die Schuhstraße, die kein geschlossenes Bild bietet. Die Stände stehen teilweise versetzt, aus Brandschutzgründen. Die frei gelassenen Lücken wirken wenig einladend. Dennoch nehmen viele Marktkunden den Weg auf sich, um zu ihren angestammten Händlern zu gelangen. So wie Peter Hanschke. Der 70-Jährige hat zwar auch die Petition der Beschicker gegen die "Umsiedlung" unterschrieben, möchte die Situation aber auch nicht überdramatisieren. "So schlimm ist es auch wieder nicht. Wenn man drei Mal hier war, findet man auch seine Händler wieder."

Rüdiger Korte, Sprecher der Celler Marktbeschicker, räumt ein, dass es im Bereich der Straße "Markt" "noch ganz okay ist. Mein Problem ist vielmehr, dass der Gesamtmarkt unter solchen Aktionen auf Dauer leidet." Zu übermorgen hat Korte Oberbürgermeister Jörg Nigge zu einem Marktrundgang eingeladen. "Dieser Marktaufbau kann nur von kompetenter Stelle erklärt werden", so Korte.

Am Freitag, 7. Dezember, feiert um 20 Uhr die transkulturelle Komödie "Soul Almanya" Premiere in Halle 19.

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