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Celle Stadt Marode Haesler-Siedlung überschattet Bauhaus-Jubiläum in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Marode Haesler-Siedlung überschattet Bauhaus-Jubiläum in Celle
11:16 15.03.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Besonders charakteristisch für den Architekten Otto Haesler ist der Zeilenbau im Blumläger Feld Nord. Quelle: Audrey-Lynn Struck
Celle Stadt

Die Mieter müssen bis Ende August raus. Ob die Siedlung anschließend saniert oder abgerissen wird, steht noch nicht fest. „Wir wollen versuchen, das baukulturelle Erbe Haeslers zu erhalten, aber trotzdem muss es wirtschaftlich tragbar sein. Gerade suchen wir nach einer Lösung, um dieses Dilemma aufzulösen“, sagt Stadtbaurat Ulrich Kinder. Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) befindet sich momentan in Gesprächen mit allen Beteiligten und arbeitet an einem Plan B. Unter anderem findet am Donnerstag ein internes Arbeitstreffen statt.

Wenn es nach dem Haesler-Experten Dietrich Klatt ginge, wäre die Sache eindeutig. „Im Grunde darf die Siedlung nicht abgerissen werden. Wenn sie weg ist, verschwindet auch ein Alleinstellungsmerkmal für Celle und die ganze Welt der Architektur“, so Klatt. Zwar gebe es neben der Siedlung im Blumläger Feld Nord auch zwei weitere Gebäudekomplexe im Italienischen Garten und Sankt-Georg-Garten, aber „die meisten Architekten interessieren sich tatsächlich für Haeslers letzte Siedlung im Blumläger Feld“, sagt Klatt. Diese sei ein einzigartiges Dokument der 20er und 30er Jahre. Es stelle dar, was ein „gesundes, modernes Wohnen für minderbemittelte Familien bedeutet“.

Gerade der soziale und humane Gedanke spielte für den Architekten Haesler eine große Rolle. Selbst aus eher einfacheren Verhältnissen stammend, hatte er mit der Siedlung im Blumläger Feld Nord einen funktionalen, energetischen, günstigen und dennoch ästhetischen Wohnraum für die sozial Schwächeren geschaffen. Aus energetischen Gründen richtete Haesler alle Räume nach Osten und Westen aus, sodass den ganzen Tag über genug Licht und Luft in die Wohnungen kam. „Dieser Nord-Süd-Zeilenbau ist auf der ganzen Welt einmalig“, erklärt Klatt.

Um weitere Kosten zu sparen, baute Haesler mit günstigen Baumaterialien – wie dem Stahlgerüst, das der Siedlung nun zum Verhängnis wird. „Es war ein Fehler der WBG, die Gebäude nicht rechtzeitig auf Korrosionsschäden zu untersuchen. Bei allen Bauten der 20er Jahre kommt man um das Sanieren nicht herum“, sagt Klatt.

Laut WBG-Geschäftsführer Matthias Hardinghaus habe es an Sanierungsmaßnahmen und Untersuchungen allerdings nicht gemangelt. Erst im Frühjahr 2015 hätten Wissenschaftler der TU Braunschweig dem Gebäude ausreichende Tragsicherheit attestiert. Bei konkreten Baumaßnahmen seien dann weitere Untersuchungen durchzuführen. Bisher seien nur punktuelle Schäden festgestellt worden. Im nächsten Schritt soll die geschädigte Fassade geöffnet werden, so Kinder. „Im Augenblick reden wir nicht über einen Abriss, sondern darüber, wie wir mit der aktuellen Situation umgehen.“

Die Grippewelle hat jetzt auch das Allgemeine Krankenhaus erfasst. Und damit sind nicht die Patienten gemeint, die unter der Influenza leiden. Zunehmend werden auch Ärzte und Pflegekräfte von dem Virus erfasst. Patienten berichten von längeren Wartezeiten zum Beispiel in der Notaufnahme, weil nicht mehr genügend Ärzte und Krankenschwestern zur Verfügung stünden. "Nicht nur eintreffende Notfälle, sondern auch vermehrte Krankheitsausfälle des Personals führen derzeit zu Leistungseinschränkungen im AKH", sagt Vorstandsvorsitzender Martin Windmann. -

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