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Celle Stadt Martin Guth: Ein Meister des feinen Wortwitzes
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Martin Guth: Ein Meister des feinen Wortwitzes
14:47 26.11.2018
Martin Guth bei seinem Auftritt in Kunst und Bühne. Quelle: David Borghoff
Celle

Das war mal wieder ein kurzweiliger Abend im ausverkauften „Kunst & Bühne“: Mit seinem aktuellen Bühnenprogramm „Meine Frau, ihr Mann und ich“ erwies sich Kabarettist Martin Guth als Meister des feinen Wortwitzes – hintersinnig und charmant. Beim gelungenen Zusammenspiel aus Stand-Up-Kabarett und Musik-Comedy blieben am Samstag in Celles städtischer Kleinkunstbühne nur wenige Zuschaueraugen trocken, so selbstironisch geriet der kabarettistische Kahlschlag durch den Alltag eines modernen Mittvierzigers.

Im Stehen pinkeln ...

„Was ist mit mir als Mann passiert? Ich hab' völlig verlernt, im Stehen zu pinkeln, sogar im Wald hock' ich mich hin“, klagt Guth bereits in seinem Eingangssong – und hat damit sofort die Lacher auf seiner Seite. Ob Frauen, die ihre Ehemänner zu „Weicheiern“ erziehen, nur um gleich darauf mit dem erstbesten Macho durchzubrennen, der erste (und letzte) Besuch in einer bekannten Sandwichkette („Finish?“ „Nee, ich bin deutsch“), der digitale Wahnsinn bis hin zur Webcam im eigenen Sarg oder das Trauma der Bundesjugendspiele: Eine Pointe jagt die nächste, in der Guth das Leben, vor allem aber auch sich selbst humorvoll auf die Schippe nimmt.

Klappe zu, Affe tot

Zwar fehlt dem Programm an diesem Abend ein wenig der rote Faden, das macht der Kabarettist, Autor und Kolumnist mit seinem Gespür für Situationskomik aber mehr als wett. „Darf man aus Gründen des Tierschutzes in Zukunft keinen Frosch mehr im Hals haben“, fragt er sich, „oder auch nicht mehr sagen: 'Klappe zu, Affe tot'?“ Großartig auch die kleine Teestunde, zu der Guth das Publikum schließlich einlädt – Teesorten wie „Frauenwunder“ („Hab ich aus der Amsterdamer Altstadt, danach sehen Sie Ihre Frau mit ganz anderen Augen“), „Stundenlang quatschen“ („So manche Frau würde ihrem Mann gerne mal ein paar Tropfen davon einflößen“) oder „Natürliche Abwehr“ („Für Frauen, die keine Kopfschmerzen mehr vortäuschen wollen“) inklusive. Den Cellern jedenfalls gefiel das gut zweistündige Bühnenprogramm mitten aus dem Leben, das witzig und abwechslungsreich daherkam – vom Publikum zu Recht mit Applaus belohnt.

Von Christina Matthies

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