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Celle Stadt Matinee fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Matinee fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit
12:01 28.11.2018
Die Formation „Gelewêj“ musizierte im fliegenden Wechselin der Celler Kreuzkirche. Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

Da war eine seltsame Veranstaltung in einem befremdlichen Raum. Die Celler Kreuzkirche ist architektonisch ein Bauwerk, über das man sich streiten kann, wirkt diese Kirche doch in ihrer Abgeschottetheit eher wie eine Trutzburg als wie ein einladender Raum. Genau das aber sollte doch eine Kirche sein.

Wenn dann noch zu einer Veranstaltung kaum ein Hinweis zu finden ist, wo es eigentlich in dieses Gebäude hinein geht, keine Beleuchtung den Eingangsbereich zumindest halbwegs freundlich erscheinen lässt, dann wundert es nicht mehr, dass im Halbdunkel des kahlen Kirchenraumes kaum Menschen vorzufinden sind, obgleich dort gleich die Gruppe Gelewej auftreten soll.

Im Altarraum stehen diverse Instrumente, an denen sich auch eine gut Handvoll Musiker aus vielerlei Ländern auf klangliche Erkundungsreise begeben. Seltsamerweise werden diese Musiker weder vom zuständigen Pfarrer noch vom Kirchenvorstand begrüßt. Man hat offensichtlich dieser Gruppe den Raum zur Verfügung gestellt und meinte wohl, damit der Großherzigkeit genug getan zu haben. Etwas befremdlich wirkte das alles, auch wenn man weiß, dass es keineswegs selbstverständlich ist, einer neuen Musikgruppierung einen Probenraum zur Verfügung zu stellen. Wäre es nicht zumindest eine angemessene Geste gewesen, die Gäste in den Kirchenräumen zu begrüßen und ein wenig die Werbetrommel zu rühren, damit nicht nur fünfzehn oder zwanzig Menschen in den Bänken sitzen?

Gelewej, wahrscheinlich zu Deutsch Morgenstern, so nennt sich diese noch junge Formation aus Musikern verschiedenster Herkunft, die sich musikalisch auf die Suche nach einer gemeinsamen Volksmusik oder auch Popmusik begaben. Das gelang mal besser und mal weniger gut. Auf jeden Fall wurde die Darbietung mit einer kurzweiligen, charmanten, inhaltlich aber eher dünnen Moderation aufgelockert, sodass man im fliegenden Wechsel in unterschied-
lichen Konstellationen musizieren oder hören konnte. Hier dabei zu sein hatte zweifelsfrei seine Reize, jedoch bekam man schon ein wenig das Gefühl, dass das gemeinsame Musizieren hier weniger um des musikalischen Reizes wegen praktiziert wird, sondern um über ein gemeinsames Singen und Musizieren generell ein höheres Maß an gesellschaftliche Gemeinschaft zu finden. Hier wurde Musik also weniger um ihrer selbst willen praktiziert als wegen ihrer integrierenden Funktion. Das ist sicher legitim, aber für die Öffentlichkeit ist derlei dann doch eher wenig geeignet.

Von Reinald Hanke

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