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Celle Stadt Mehr Anmeldungen für Ganztagsgrundschule
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mehr Anmeldungen für Ganztagsgrundschule
15:57 02.12.2011
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

„Ich finde es erfreulich, dass die Zahlen steigen", sagte Reinhold Wilhelms (SPD). Ziel müsse es sein, irgendwann eine Quote von 100 Prozent zu erreichen. Auch Joachim Falkenhagen (FDP) nahm die Entwicklung mit Genugtuung auf und fragte die Verwaltung, was sie unternehme, um die Zahl weiter zu erhöhen. „Viele junge Menschen fallen durchs Rost, weil sie nicht erreicht werden", stellte der FDP-Politiker fest.

Nach Angaben von Peter Binz, Fachbereichsleiter Bildung, Jugend und Soziales, nehmen alle Kinder aus problematischen Verhältnissen, mit denen die Jugendhilfe zu tun hat, das Ganztagsangebot wahr. Es gebe aber immer wieder neue Fälle, auf die die Verwaltung zugehen müsse. „Das ist ein Prozess, der begleitet werden muss", sagte Binz. Man sei im Gespräch mit den Schulsozialarbeitern, um Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu finden und aufzugreifen.

Die Akzeptanz an den Schulen ist sehr unterschiedlich. Während beispielsweise an der katholischen Schule 81 Prozent der Schüler das Ganztagsangebot nutzen, sind es an der Neustädter Schule und in Garßen nur 35 Prozent. Auch in Altencelle ist die Quote mit 33 Prozent niedrig. Binz warnte davor, aufgrund dieser Zahlen auf die jeweilige Sozialstruktur zu schließen. Auch Falkenhagen vertrat diese Auffassung. „Ich bin mir sicher, dass es da ganz unterschiedliche Gründe gibt."

Grundsätzlich machte die Verwaltung deutlich, dass es sich um ein offenes Angebot handelt. Bei einer Auslastung von 100 Prozent würden die Räume teilweise nicht mehr ausreichen, hieß es. So zieht die katholischen Schule bereits Räume der Kirche und der Kindertagesstätte für die Ganztagsbetreuung heran.

Der Ausschuss befasste sich auch mit der Frage, wie man Schulen dazu bekommt, das Ganztagsangebot auch als „schulische Veranstaltung" zu sehen. Hintergrund ist die Tatsache, dass an manchen Schulen mit den Mitteln für Lehrer Hilfskräfte beschäftigt werden und somit eine nur unzureichende pädagogische Betreuung am Nachmittag gegeben ist. Nach Angaben der Verwaltung erhalten fünf Schulen Personal von der Stadt, die anderen kooperieren mit freien Trägern. Binz betonte, dass die Verträge eingehalten werden müssten.