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Celle Stadt Mehr Geld für Celler ÖPNV
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mehr Geld für Celler ÖPNV
21:16 02.06.2016
Durch das zusätzliche Geld aus Hannover sind Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre, die Unterstützung für Bürgerbusse und auch die Ausgabe eines Schülernetztickets denkbar.  Quelle: Tore Harmening
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Und genau der Anteil des Kreises aus diesen 20 Millionen, nämlich 550.000 Euro, wird jetzt dem Landkreis Celle Raum für Investitionen verschaffen. Der Landkreis Celle soll laut Schmidt künftig direkt über 1,6 Millionen Euro für die Sicherung der Schülerbeförderung erhalten – dieses Geld sei vorher an die CeBus gegangen. Hinzu kämen nun weitere 550.000 Euro zur Verbesserung des ÖPNVs. „Damit können vielfältige Verbesserungen erreicht werden“, sagte Schmidt. Bereits in der kommenden Woche soll der Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht werden.

Die Mittel sollen nicht an einen bestimmten Zweck gebunden sein, sollten aber im weitesten Sinne für den ÖPNV verwendet werden. Schmidt kann sich unter anderem eine Verbesserung der Förderung von Bürgerbussen vorstellen. „Vor allem geht es auch um eine Überarbeitung der Förderrichtlinien, sodass es dort Einheitlichkeit gibt“, sagt Schmidt. Bisher sei eher sporadisch mal hier mal da eine Förderung erfolgt. Außerdem könnte das Thema Schülernetzticket jetzt wieder in den Fokus rücken genauso wie die Förderung der Anrufsammeltaxi-Verkehre (AST-Verkehre). Auch über Taktungen könnte man nachdenken.

Landrat Klaus Wiswe begrüßte den Schritt aus Hannover. „Wenn es denn so kommt, denn wir haben ja bisher noch nicht einmal einen Entwurf, ist das eine sehr gute Sache." Er hat der Stadt nach eigenem Bekunden bereits signalisiert, dass man über den Ausbau der AST-Verkehre nachdenken kann, wenn die zusätzlichen Mittel aus Hannover fließen.

Wiswe findet es zudem gut, dass die Kommunen künftig die Aufgaben- und Ausgabenverantwortung erhalten. „Das ist die richtige Entscheidung, denn dort kann man besser entscheiden, welche Mittel wohin fließen sollen“, sagte Wiswe. Zugleich werde die Vergabe der Mittel transparenter gestaltet.

Laut CeBus-Geschäftsführer Bernward Franzky werden die AST-Verkehre in der Stadt Celle so angenommen, dass sie das mit der Stadt vereinbarte Volumen überschritten haben. „Insofern wäre eine Investition in diesem Bereich sicher eine Möglichkeit“, so Franzky. Das Schülernetzticket sei ebenfalls schon länger ein Thema in den Gesprächen mit dem Landkreis. Dabei gehe es auch um die Schüler, die nicht anspruchsberechtigt seien, weil sie zu nahe an ihrer Schule wohnen. „Wir hätten hier ein Superpaket, um Mobilitätsbedürftigen ein Angebot für den Nachmittag zu schaffen“, so Franzky.

Von Tore Harmening