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Celle Stadt Mehr als ein "typischer Schüleraustausch" in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mehr als ein "typischer Schüleraustausch" in Celle
15:04 13.03.2017
26 französische und 26 deutsche Schüler nahmen am Austauschprogramm des Hermann-Billung-Gymnasiums teil, bei dem auch eine Ausstellung zu erkunden gab. Quelle: Oliver Knoblich
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„Es geht um Verständnis und Verständigung durch gegenseitige Einblicke in den Alltag, die Gewohnheiten, das „normale“ Leben vor allem der Jugendlichen in einem anderen Land“, erläutert Deutsch- und Politiklehrerin Bettina Peitsmeyer. Fremdheit zu überbrücken, ins Gespräch zu kommen, auch wenn man die Sprache nicht so gut oder gar nicht spricht, das fördere Toleranz und helfe Furcht und Aggressionen abzubauen. „Wenn man einmal über etwas gemeinsam herzlich gelacht hat, ist es schon schwieriger dem anderen feindlich gegenüberzutreten und ohne Hintergrundwissen abzulehnen.“

Schon vor der Reise trugen die Schüler Informationen über persönliche Lebensgewohnheiten aber auch gesellschaftspolitische Fakten aus dem eigenen Land zusammen. In Deutschland entstand daraus eine Ausstellung zum Thema "Lebenswelten von Jugendlichen in Deutschland und Frankreich" mit drei Schwerpunkten: Freizeit, Politischer Extremismus und Migration. In den vergleichenden Präsentationen werden Unterschiede, vor allem aber Übereinstimmungen deutlich sichtbar.

Die gemischte Gruppe von insgesamt 28 Jugendlichen bewältigte ein strammes aber auch interessantes Besichtigungs-Programm. Erst ging es durch Celle, am Dienstag stand Hannover, am Mittwoch Hamburg und am Donnerstag Lüneburg auf dem Plan. „Es war schön zu erleben, wie motiviert die Schüler waren“, so Marcel Thoene – Englisch- und Geschichtslehrer am HBG und ebenfalls Mitinitiator der AG und des Austausches. „Es hat nicht lange gedauert, bis auch die Kommunikation lockerer wurde“. Dabei gibt es in der AG Schüler, die kein Französisch als Fremdsprache haben. „Aber mit Händen und Füßen – und dem Umweg auf Englisch – klappt es schon. Jetzt sind wir hier gespannt, was uns diese Woche in Frankreich erwartet." Wegen der Terrorgefahr werden die Ausflüge anders ablaufen. "Doch dafür kennen sich die Jugendlichen jetzt schon ein bisschen.“ Die Ausstellung im HGB ist noch einige Zeit im Foyer des Gymnasiums anzusehen.

Von Doris Hennies