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Celle Stadt Mende will Celle "wieder handlungsfähig" machen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mende will Celle "wieder handlungsfähig" machen
16:32 24.06.2016
Von Michael Ende
Dirk-Ulrich Mende möchte Projekte, die er in seiner ersten OB-Amtszeit angeschoben hat, vollenden. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Im Rat habe man sich auf folgende Ziele verabredet: Verbesserung der Bildung, Sicherung von Arbeit und Wirtschaft, Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage. „Deshalb beginne ich bei den Allerkleinsten, bei dem so wichtigen Thema Bildung, bei dem, was unseren Standort attraktiv macht für junge Familien:Bildung beginnt im Kindergarten. Deshalb stehen wir für den weiteren Ausbau der Kitas und der Plätze für Unter-Dreijährige“, so Mende: „In puncto Familienfreundlichkeit will ich die Öffnungszeiten noch stärker den Bedürfnissen der Eltern anpassen und mit den Kitas gemeinsam entsprechende Konzepte entwickeln, wie der Bildungsauftrag darauf abgestimmt werden kann.

Gemeinsam mit den Grundschulen will Mende bilinguale Angebote auf Englisch oder Französisch entwickeln: „Dafür bedarf es der Abstimmung mit den weiterführenden Schulen, die auf den Zugang solcher Schülerinnen und Schüler vorbereitet sein müssen. Ich bin überzeugt, dass eine erste Grundschule in spätestens drei bis vier Jahren mit diesem Angebot startet. Auch das macht Celle für Familien attraktiv.“

In Sachen Stadtentwicklung steht für Mende neben dem jüngst präsentierten Programm „Zukunft Wohnen – 1500 neue Wohnungen für Celle“ die Allerinsel im Mittelpunkt: „Die Celler wollen, dass wir unsere Planungen umsetzen. Wir werden uns das nicht erneut zerreden lassen, sondern unsere Planung weiter konsequent vorantreiben. Das Tempo bestimme dabei leider nicht ich allein, sondern die Politik. Ich halte aber am Gesamtplan fest und verspreche: Wir werden ihn sukzessive weiterentwickeln und umsetzen.“

Den Wirtschaftsstandort Celle will Mende weiterentwickeln: „Diese zentrale Aufgabe darf man als Oberbürgermeister nicht delegieren. Da übernehme ich gerne die Verantwortung. Deshalb gilt es, das Konzept Wirtschaftsstandort 2030 mit den Unternehmen vor Ort zu entwickeln und Celle zukunftsfest aufzustellen sowie den Erfolgstrend von über 4200 neuen Arbeitsplätzen aus den letzten Jahren und dem höchsten Stand an Gewerbebetrieben fortzuschreiben.“

Aufwärts gehen solle es auch in der Innenstadt. „Neuansiedlungen der letzten Jahre, die Bebauung der alten Feuerwehr und die künftige Möglichkeit, Business Improvement Districts einzuführen, werden dazu beitragen. Denn wir bekommen so mehr Möglichkeiten, mit den Akteuren neue Impulse für die Innenstadt zu setzen“, betont Mende: „Wir müssen uns noch enger mit der Region verzahnen: Ich werde weiter daran arbeiten, dass der GVH-Regionaltarif endlich auch für Celle gilt und die Ostumgehung fertiggestellt wird.“

Mende will weiterhin versuchen, Hochschulausbildung nach Celle zu bringen: „Das ist und bleibt mein Ziel. Und ich verspreche, dass ich dabei nicht nachlassen werde – auch wenn das noch einige Umwege erfordert.“ Festhalten werde er auch an der geplanten Multifunktionssporthalle: „Die Sachgründe sind unbestritten. Jetzt gilt es, eine kluge Finanzierung zu sichern, damit wir 2018 dort das erste Bundesligaspiel unserer Handballdamen vom SVG erleben können.

Diese Ziele, die der Rat parteiübergreifend verabschiedet habe, machten eines deutlich, so Mende: „Wir wollen wieder handlungsfähig werden. Deshalb genießt der Haushaltsausgleich ganz hohe Priorität. Und wir werden diesen Ausgleich auch erreichen. Aber auch da muss man realistisch sein: Es ist vermessen zu prognostizieren, ob der Ausgleich in drei, vier oder erst in fünf oder sechs Jahren gelingen wird.“