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Celle Stadt Mende will mehr Elektroautos
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mende will mehr Elektroautos
17:25 08.09.2013
Von Oliver Gatz
Für rund 160 Elektroautos können Städte und Kreise der Metropolregion eine Förderung erhalten. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Der Elektromobilität muss Starthilfe gegeben werden – und das nicht nur in Celle, sondern in der gesamten Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. So sieht es Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, der auch Vorsitzender der in der Metropolregion zusammengeschlossenen Kommunen ist. Derzeit sind in dem Gebiet rund 600 vollelektrische Autos gemeldet. Im Landkreis Celle waren es Anfang des Jahres gerade einmal fünf. "Viel zu wenig, um die Massentauglichkeit von Elektromobilität zu erproben", meint Mende.

Mit einem von der Bundesregierung geförderten Projekt sollen nun im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße gebracht werden. Für rund 160 Elektroautos können Städte und Kreise der Metropolregion eine Förderung erhalten. Die Fahrzeuge sollen in kommunalen Einsatzbereichen unterwegs sein und in der Bevölkerung das Bewusstsein für klimafreundliche Mobilität schärfen. Doch damit nicht genug. Auch Institutionen, Firmen und Einzelne sollen motiviert werden, Elektrofahrzeuge anzuschaffen.

Das von den Kommunen der Metropolregion getragene Amt electric berät Städte und Kreise in allen Fragen der Elektromobilität und bündelt das Engagement für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen, wozu auch Elektrolastenfahrräder zählen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und hat ein Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro, die in den nächsten zweieinhalb Jahren eingesetzt werden.

In Celle hat sich der Wirtschaftsausschuss dafür ausgesprochen, im Rahmen eines Forschungsprojektes der Wolfsburg AG zwei Schnellladesäulen im Stadtgebiet aufzubauen, die die bisherigen drei herkömmlichen Stromtankstellen ergänzen. Ein Standort soll das Parkhaus am Bahnhof sein, der andere steht noch nicht fest. Die Säulen sollen mit Kommunikationstechnik ausgestattet sein, die etwa einen Authentifizierung und Abrechnung ermöglichen. Die Installation und Betriebsführung übernehmen die Stadtwerke und die Celle-Uelzen Netz GmbH. Ende des Jahres könnten die Schnellladesäulen errichtet werden.

Die NBank fördert das Vorhaben bis 2015 mit 40,5 Prozent. Dadurch entstünden der Stadt in diesem Jahr bei Anschaffung und Installation der Ladesäulen Kosten in Höhe von 27.614 Euro. In 2015 wären es lediglich 3570 Euro die Betriebskosten, die ebenfalls zu 40,5 Prozent von der NBank gefördert würden. Ab 2016 müsste die Stadt die Betriebskosten in voller Höhe übernehmen.

Angesichts der angespannten Haushaltslage regten Michael Bischoff und Hannelore Fudeus (beide CDU) an zu prüfen, ob bei der Kofinanzierung nicht auf Mittel aus dem städtischen Klimaschutzfonds zurückgegriffen werden könne. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig.