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Celle Stadt Mendes „ständige Sticheleien kontraproduktiv“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mendes „ständige Sticheleien kontraproduktiv“
16:13 10.11.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. „So geht es nicht, sagt der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinrich Langspecht. Er ärgert sich darüber, dass Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) „ständig gegen die Landesregierung wettert und gleichzeitig eine Forderung nach der anderen stellt.“ So sei etwa Mendes Behauptung, das Land falle mit der Unterstützung der geplanten „Y-Trasse“ der Bahn der Stadt Celle in den Rücken, „falsch und kontraproduktiv“.

Die neue Trasse zwischen Hannover, Bremen und Hamburg sei dringend notwendig, weil zukünftige Verkehre nicht auf bestehenden Strecken abgewickelt werden könnten, so Langspecht. Auch die Aussage Mendes, die Celler würden nach Inbetriebnahme der Y-Trasse vom Fernverkehr abgekoppelt, sei unzutreffend. Bahn-Chef Rüdiger Grube habe in einem Schreiben vom 8. September erklärt, dass für die mit Zwischenhalten in Celle, Uelzen und Lüneburg verkehrenden IC- und ICE-Züge langfristig keine Veränderung des Laufweges geplant sei. Langspecht: „Er hat ausdrücklich hervorgehoben, dass die Planungen der Bahn gerade nach Inbetriebnahme der Y-Trasse dahingingen, dass diese Fernzüge, also auch die ICE-Züge, weiterhin über die Strecke Celle-Lüneburg fahren werden.“

Wenn Mende beklage, dass Celle in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche Behörden verloren habe, dann dürfe er nicht unterschlagen, dass es SPD-Regierungen gewesen seien, die Celle „systematisch vernachlässigt“ und als „Steinbruch missbraucht“ hätten, fügt Langspechts Celler Fraktionskollege Thomas Adasch hinzu. Schlosssanierung, Polizei-Verstärkung, Allerinsel-Umbau, Altstadt-Entwicklung und der Zuschlag für die Landesfeuerwehrakademie seien nur einige Stichworte dafür, was die CDU im Land für Celle bewege, so Adasch: „Leider verdrängt Herr Mende das allzu gerne. Er selbst hat in den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit kaum eigene wichtige Akzente gesetzt oder Perspektiven aufgezeigt. Stattdessen macht Celle landesweit Negativschlagzeilen.“ Das sorge in Hannover für „Unverständnis“.