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Celle Stadt Ministerpräsident dreht Video in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ministerpräsident dreht Video in Celle
19:13 04.09.2016
35 Campact-Aktivisten begrüßten Ministerpräsident Stephan Weil am Sonntagnachmittag auf der Stechbahn. Mit dem Flashmob setzten sie sich für ein Fracking-Verbot ein. Weil war nach Celle gekommen, um Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) im Kommunalwahlkampf Schützenhilfe zu leisten.  Quelle: Alex Sorokin
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Sportlich nahm es der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Samstagnachmittag, als er auf der Stechbahn von 35 Campact-Aktivisten empfangen wurde. Diese machten mit blauen Schildern auf sich aufmerksam, um den Fracking-Neustart zu verhindern. Aus dem Stand referierte Weil über die energiepolitische Entwicklung der vergangenen 20 Jahre. Ohne Mikro betonte er: „Die Gasproduktion in Deutschland unterliegt strengen Regeln – das ist gut so. Ich bin ein erklärter Freund der Energiewende, aber wir werden noch einige Zeit lang ergänzend Gas brauchen. Und bei dem Gas, das wir aus Russland einkaufen, wissen wir nicht, unter welchen Bedingungen es erzeugt wurde.“

Weil war nach Celle gekommen, um Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) Schützenhilfe im Kommunalwahlkampf zu leisten. „Dirk-Ulrich Mende tut Celle richtig gut“, erklärte der Ministerpräsident. „Er weiß, wie man eine Verwaltung leitet. Er hat politisches Gespür, wie man die Interessen der Stadt durchsetzt und ist das Gesicht der Stadt.“ Außerdem bat er die Celler darum, unbedingt am 11. September wählen zu gehen – um ein Erstarken der AfD zu verhindern. „Es gibt derzeit viele Angstmacher in unserer Gesellschaft. Dabei ist unser weltoffenes und friedliches Gemeinwesen das Beste, was uns passieren kann.“ Dann schloss Weil mit den Worten „Das war die Kundgebung.“ Dabei wollte er laut Ankündigung Bürgern Rede und Antwort stehen.

Auf CZ-Nachfrage erzählte Weil, dass die Campact-Aktivisten schon zu treuen Begleitern geworden sind: „Wir haben uns schon in Verden und Oldenburg gesehen. Wir kommen gut miteinander klar.“ An diesem Tag war Weil zusammen mit den Jusos in Hannoversch Münden, Göttingen und Hildesheim. Er betonte: „Die CDU macht in Celle mit einem enormen wirtschaftlichen Aufwand Werbung für sich, das ist doch ziemlich ungewöhnlich in einem Kommunalwahlkampf.“

Doch auch Weil setzt auf Werbebilder. Durch die Celler Innenstadt begleitete ihn ein Kamera-Team, das Aufnahmen für den SPD-Internetauftritt machte. So schlenderte er über die Zöllnerstraße bis zu Hattis Dönerparadies, stärkte sich dort mit seinen Parteikollegen und zog zurück auf die Stechbahn. Fotos mit dem Ministerpräsidenten machten zwei Besucherinnen aus Israel, die gerade beim Shoppen waren und eine Reisegruppe aus Iserlohn. „Er hat eher unsere Nähe gesucht als anders herum“, betonte eine Touristin. Ein letztes Bild mit Weil schoss Benjamin Dietert, der für seine Freunde zum 30. Geburtstag in Damen-Dessous schlüpfen musste.

Von Dagny Rößler