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Celle Stadt Mit Helm und Gottes Segen durch den Landkreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mit Helm und Gottes Segen durch den Landkreis Celle
18:50 11.06.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Jens Brauner und seine Frau Heike (Bild unten) verbinden im Biker-Gottesdienst ihren Glauben an Gott mit der Liebe zum Motorradfahren Quelle: Audrey-Lynn Struck
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"Wir sind keine Rocker, sondern einfach nur Motorradfahrer, die glauben", erzählt Christina Mahler. Die 55-Jährige ist Mitglied des Christlichen Biker-Treffs und organisiert seit zehn Jahren zusammen mit ihrem Mann die Gottesdienste. Sie hofft, dadurch die anderen Biker näher zu Gott zu bringen, sodass "ein Teil der Predigt in ihren Köpfen zurückbleibt und etwas in ihnen auslöst". Deshalb veranstaltet sie an jedem ersten Donnerstag im Monat einen Gottesdienst.

Am vergangenen Samstag, 10. Juni, trafen sich die Biker, um den Beginn der Motorradsaison zu feiern. Sie fuhren bereits am frühen Morgen an und bekamen jeder ein gelbes Bändchen an ihren Lenker gebunden, zum Zeichen, dass sie sich in der Not immer gegenseitig helfen. Nach einem ausgiebigen Frühstück – inklusive Pläuschchen und christlich-rockiger Klänge – und der eigentlichen Predigt kam dann die Überleitung von Gott zum Motorrad. Die Biker bestiegen nach einem Fürbitten-Gebet ihre heißen Öfen und machten eine Tour durchs Celler Umland.

"Leider müssen wir uns in kleinere Gruppen aufteilen, da die Polizei uns nicht begleiten wollte", sagt Jens Brauner. Der 51-Jährige kam vergangenen November durch einen Arbeitskollegen zum Biker-Treff. Bereits vorher waren seine Frau und er gläubig. "Immer bevor mein Mann losfährt, segne ich ihn, damit Gott ein Auge auf ihn hat", so Heike Brauner.

Damit seien die beiden bisher recht gut gefahren. Wobei man natürlich nicht Gott herausfordern dürfe, indem man beispielsweise die Hände vom Lenker nehme, damit er für einen steuere, oder übermäßig rase. "Man soll nicht schneller fahren, als der Schutzengel fliegen kann", so Jens Brauner. Bei ihnen werde wider jegliche Klischees nicht gerast – auch jetzt nicht bei der gemeinsamen Tour. Stattdessen geht es um die Liebe zum Motorrad, die Gemeinschaft und um Gott.