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Celle Stadt Mit Schutzplanken gegen Baumunfälle im Kreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mit Schutzplanken gegen Baumunfälle im Kreis Celle
15:37 27.01.2017
Von Simon Ziegler
An der L180 in Höhe von Stedden sind in dieser Woche neue Schutzplanken installiert worden. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Nach dem Unfall wurden Stimmen laut, dass endlich mehr gegen die sogenannten Baumunfälle getan werden müsse. Denn die Zusammenstöße mit Bäumen haben oft verheerende, tödliche Folgen.

In dieser Woche wurden an einem 350 Meter langen Teilstück der L180 bei Stedden Schutzplanken aufgestellt. "Sie sollen das Abkommen von der Fahrbahn verhindern", sagte der Verkehrssicherheitsexperte der Celler Polizei, Karl-Heinz Kroll. Und sie sollen die Energie des Aufpralls mindern. Die Fahrzeuginsassen haben bei einem Unfall deutlich bessere Chancen zu überleben.

Der Landkreis hat in den vergangenen Jahren an mehreren Kreisstraßen Schutzplanken aufgestellt. Das war zum Beispiel an der K48 zwischen Langlingen und Nienhof, an der K63 zwischen Winsen und Meißendorf, an der K17 zwischen Unterlüß und Hermannsburg oder an der K50 zwischen Offensen und Langlingen der Fall, sagte Kroll. Beendet ist das Programm noch nicht, der Landkreis setzt die Arbeit fort.

Jetzt sind auch die Bundes- und Landesstraßen an der Reihe. Bis April werden an mehreren Stellen im Kreisgebiet Schutzplanken angebracht. Das betrifft die B214 im Ostkreis zwischen Flackenhorst und Eicklingen und im Westkreis zwischen Celle und Hambühren sowie zwischen Ovelgönne und Wietze. An der B3 werden auf einem Teilstück zwischen Hassel und Wolthausen Schutzplanken angebracht. An der B191 zwischen Altenhagen und Garßen wurden bereits im Zuge der Straßensanierung Schutzplanken installiert, erklärte Wolf-Rüdiger Matthies von der Landesstraßenmeisterei.

Daneben sollen mehrere Landesstraßen sicherer werden: Schutzplanken wird es künftig an der L281 zwischen Oldendorf und Beckedorf sowie zwischen Oldendorf und Eschede geben. Auch zwischen Luttern und Beedenbostel an der L282 sollen Leitplanken die Folgen von schweren Unfällen mindern. Wohlgemerkt: Die Planken werden nicht auf der gesamten Strecke, sondern in der Regel für ein paar hundert Meter aufgestellt.

Den Bauarbeiten vorausgegangen war eine Untersuchung des gesamten Kreisgebietes. Eine Verkehrsunfallkommission hatte jeden einzelnen Baumunfall untersucht. Die Ergebnisse sind ganz unterschiedlich: Mal wurde ein Verkehrsschild aufgestellt, mal sollte der Straßenbelag saniert werden. An besonders neuralgischen Punkten sprach sich die Kommission für Schutzplanken aus. Nach Angaben der Landesstraßenmeisterei kostet ein Kilometer der Sicherheitseinrichtung zwischen 70.000 und 80.000 Euro.