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Celle Stadt Mitarbeiter in Celle gesucht zum Schutz vor Gewalt in Unterkünften
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mitarbeiter in Celle gesucht zum Schutz vor Gewalt in Unterkünften
05:49 17.02.2018
Von Dagny Siebke
Um Kinder und Frauen in Flüchtlingsunterkünften zu schützen, erstellt die Stadt nun ein Gesamtkonzept. Quelle: Roland Weihrauch
Celle Stadt

Momentan gebe es kaum Gewalt von und gegen Geflüchtete, betont Barbara Beyer, Leiterin des Eigenbetriebs der Zuwanderungsagentur. Doch verfolge die Stadtverwaltung einen präventiven Ansatz. So nehme Celle an der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ teil. "Ziel der Initiative ist es, die Sicherheit von Frauen, Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften sowie im dezentralen Wohnen zu verbessern und kinderfreundliche Orte zu schaffen", erläutert Barbara Beyer.

"Es wird gerade eine Bestandsaufnahme erstellt und geprüft, wo die Mindeststandards bereits erfüllt werden und wo man noch weiter daran arbeiten muss", erzählt Barbara Beyer. Dazu hat die Stadtverwaltung kürzlich auch hohen Besuch von der Unicef bekommen. Expertin Ceren Güven-Güres (PhD, Programme Specialist Refugee and Migrant Response – Germany United Nations Children’s Fund) hat im Januar festgestellt, "dass aus Sicht von Unicef bereits viele Standards erfüllt werden, insbesondere auch zu den kinderfreundlichen Orten", betont die Leiterin der Zuwanderungsagentur.

"Es gibt Fälle von familiären Konflikten in Flüchtlingsfamilien, Streitereien untereinander, die in der Regel im Einzelfall kurzfristig beigelegt werden können", schildert Barbara Beyer. Die Vorkommnisse würden erfasst und dokumentiert. Eine statistische Auswertung stehe allerdings nicht zur Verfügung. Um Übergriffe zu verhindern, gibt es bei der Stadtverwaltung bereits viele bewährte Ansätzen. Jedoch soll mithilfe der Bundesinitiative ein Gesamtkonzept für Celle entwickelt werden.

Unter Gewalt wird im Programm verstanden, wenn es zu persönlichen Grenzüberschreitungen kommt: zum Beispiel wenn Bildrechte verletzt werden oder unangenehme, demütigende Bemerkungen – auch in anderen Sprachen – fallen. Körperliche Gewalt fängt bei grobem Anfassen an und mit Schubsen, Tritten oder Schlägen. Seelische Gewalt kommt zum Ausdruck bei Beleidigungen, Beschimpfungen oder Bedrohungen mit Worten. Problematisch ist auch, wenn Frauen vom Zugang zu Bildung und Lebenschancen ferngehalten werden. Und wenn sie Einschränkungen im Alltag erleben. Bei sexueller Gewalt zieht jede Frau ihre eigene Grenze, zum Beispiel bei anzüglichen Bemerkungen, sexueller Belästigung und unsittlichen Berührungen. Mehr Informationen zur Ausschreibung auf dem Jobportal unter www.celle.de

Die Seiten sind nach so langer Zeit schon vergilbt. Doch die Worte, die Katharina 1923 in ihrem Tagebuch niedergeschrieben hat, lassen den jungen Mann nicht los. Die Uhr im Antiquitäten-Laden tickt, doch Tom scheint kein Zeitgefühl mehr zu haben. Sein Gesicht im Halbprofil verschwimmt, als er sein Blick nach draußen richtet. Da steht sie: Katharina – im hier und jetzt – vor dem Schaufester des Flohmarktes an der Schuhstraße. "Ich liebe diese Szene", bricht es aus Emilia Stapel heraus. Diese Sequenz stehe symbolisch für Inhalt des Film, den das 18-jährige Regie-Talent aus Celle nun gedreht hat. "Bucket list" (Wunschliste) heißt ihr Kurzfilm, der nun sogar für den "Deutschen Jugendfilmpreis" nominiert ist.

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Tammam Kahil hat immer volles Programm: Sprachkurs, Sport und seit Anfang des Jahres engagiert sich der Flüchtling ehrenamtlich im Altenheim. "Ich möchte nicht so viel zu Hause sitzen. Ich habe genug Energie und Power, um zu helfen", erzählt der 32-Jährige.

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So stellen sich vermutlich die wenigsten eine Psychiatrie von innen vor: Ein Zimmer mit Besucher-Couch und Flachbildfernseher. Im Wohnzimmer knistert der Kamin zwischen samtbezogenen Sesseln. Vom großen Aufenthaltsraum nebenan hat man den wohl besten Blick auf die Aller. "Wenn Sie hier nicht gesund werden, liegt es definitiv nicht am Ambiente", scherzt Dr. Rainer Brase, Geschäftsführer der Klinikum Wahrendorff GmbH. Die neue Komfortstation der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle hat einiges zu bieten.

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