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Celle Stadt Mitreißendes Musical-Erlebnis in der Celler Congress Union
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mitreißendes Musical-Erlebnis in der Celler Congress Union
17:35 15.01.2017
Bei der "Nacht der Musicals" in der Celler Congress Union steigerte sich das Showprogramm von Lied zu Lied. Besonders tauglich zum Mitsingen war das Udo-Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York". Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations. Quelle: Oliver Knoblich
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Dem Tiger ins Auge geblickt und bravourös bestanden: Mit dem Hit-Klassiker „Eye oft he Tiger“, aus dem Musical „Rocky“, startete am Samstag eine bunt schillernde Theatershow in ihr gut zweieinhalb stündiges Programm. Die Nacht der Musicals in der Celler Congress Union nahm damit schwungvoll Fahrt auf und steigerte sich noch bis zu einem fast fulminanten Finale mit einem mitsingenden und -tanzenden Publikum und Standing Ovations.

Es waren vor allem die großen stimmlichen und rhythmischen Qualitäten der Künstler, die aus einer leeren Bühnenfläche, ohne aufwendige Kulissen, ein dennoch mitreißendes Musical-Erlebnis machten. Die Techniker an den LED-Paneelen und der Beleuchtung sorgten geschickt für ein, jeweils passendes, optisches Ambiente – von dunkler Gruft, über wildes Höllenfeuer bis hin zum azur-glitzernder Eispalast. Und damit gelang es vier Sängern, einer knappen Handvoll Tänzern und einem breiten Spektrum an bekannten Melodien die Zuschauer tatsächlich auf einem Traumflug quer durch die Musical-Aufführungen der Welt zu entführen.

Von „Rocky“ zu „Phantom in der Oper“ brauchte es nur eine Minute Bühnenwechsel und Merle Saskia Krammer, Musicalstar aus Wien, die schon in zahlreichen internationalen Produktionen engagiert war, brilliert in der Rolle der Christine. Und kaum einen Wimpernschlag weiter bewiesen die Tänzer der Broadway Musical Dance Company, dass sie auch auf relativ beengtem Raum ihr Können unter Beweis zu stellen wissen. Heiße Rhythmen, tolle „Moves“ und fantasievolle Kostüme, mal sexy mal romantisch, bildeten den entsprechenden Rahmen – etwa für Martin Markert in „Jesus Christ Superstar“, eine Titelrolle, die der in Hamburg studierte Musicaldarsteller schon mehrfach gespielt hat – sexysmart in Straps auch als Frank´N`Furter aus „Rocky Horror“ zu sehen und zu hören.

Musicalkollege Johannes Beetz, setzte unter anderem als dunkler Graf in „Tanz der Vampire“ einen gleichwertigen Gegenpart und berührte im Duett mit seiner Partnerin Cemile Bakanyildiz im gefühlvollen Duett „The Rose“. Die aus der Türkei stammende Künstlerin zeigte in den drei Liedern aus dem „Queen“-Musical allerdings auch eine ganz andere Seite und brachte das Publikum mit ihrer echten, stimmgewaltigen Rockröhre zum Kochen.

Geschickt wechselten gefühlvolle Titel mit wilden Kompositionen und Tanzeinlagen. Alte Klassiker aus „König der Löwen“ , „Cats“ und der „Rocky Horror Show“ wechselten sich mit neueren Stücken aus „Aladdin“ und „Frozen“. Gute-Laune-Macher aus „Mamma Mia“, „Falco“ und „Hinterm Horizont von Udo Lindenberg, brachten die Zuschauer zum Klatschen und Singen, was bei Udo Jürgens Titelsong für „Ich war noch niemals in New York“ zu einem ansehnlichen Chor aufbrandete. Die Pflicht war erfüllt – das Publikum stand und spendierte minutenlang Beifall – und erstritt sich damit eine verdiente Zugabe und den gemeinsam getanzten „Time Wrap“ aus Rocky Horror.

Von Doris Hennies