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Celle Stadt Mitreißendes Weihnachts-Programm auf Celler Bühne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mitreißendes Weihnachts-Programm auf Celler Bühne
20:31 11.12.2016
Celle Stadt

„Kuschelatmosphäre“, reichlich Körperkontakt inklusive, hartes Gestühl. Echte Fans des munteren Sextetts nehmen es gelassen. „Hier zu spielen, ist für uns etwas ganz Besonderes, denn die Atmosphäre ist wunderbar dicht und familiär. Und nun erstmals als Weihnachtskonzert. Da wird’s gleich nochmal so schön, wie Peter Alexander wohl gesagt hätte“, freut sich Sonja Falke alias Lady Sunshine auf das Heimspiel.

Die sechs Musiker präsentieren nun bereits im zweiten Jahr ihr Weihnachtsprogramm, „Lady Sunshine’s Candy Christmas“. Neben Titeln wie „Rudolph the red nosed reindeer“, „White Christmas“ oder auch „Mele Kalikimaka“ – das ist hawaiianisch und heißt überraschenderweise „Frohe Weihnachten“ – bekannt durch Bing Crosby, bringt die Band dabei auch einige der schönsten Melodien aus dem regulären Programm zu Gehör. „Einige der schönsten Melodien“, das ist tiefgestapelt. Eine bunte Mischung aus Balladen, Tango, Blues, mal fetzig, mal stimmungsvoll interpretiert. Fast pausenlos ein Feuerwerk bekannter oder auch seltener gehörter Musikstücke aus der Vergangenheit, flott anmoderiert, durchaus noch miterlebt vom größten Teil des begeisterten Publikums. Gitte, Trude Herr, Peter Alexander, Conny Froboess und noch viele mehr. Publikumslieblinge eben. Von damals und immer noch gerne gehört.

Antje Raba ist aus Bergen gekommen. „Ich bin ein großer Fan der fünfziger Jahre, habe mich zuhause sogar in diesem Stil eingerichtet und sehe und höre diese Lady Sunshine-Band schon zum fünften Mal. Und bin immer wieder begeistert. Auch heute von der Weihnachtsmusik. Einfach romantisch. Sicherlich ist nicht alles perfekt, aber die Band macht es mit ihrem Engagement, ihrer ausgedrückten Begeisterung mehr als wett. Ich komme auf jeden Fall wieder zur nächsten Veranstaltung dieser Künstler“.

Das Programm nähert sich dem Ende. Begeisterte Zuhörer fordern Zugaben. Wo ist die Zeit geblieben? 90 Minuten Programm waren angesagt, fast 150 sind es geworden. Eine Zeitreise mit keiner Minute Langeweile. Ein einsames Smartphone leuchtet im Takt mit dem Licht seiner Taschenlampe auf. Eine Hommage an die Gegenwart. Funkensprühende Wunderkerzen wären dem Abend gerechter geworden.

Von Wieland Schäfer