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Celle Stadt Mittlerin in Celles Stadtgesellschaft
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mittlerin in Celles Stadtgesellschaft
15:45 29.09.2018
Von Michael Ende
Susanne McDowell versteht sich selbst als Mittlerin zwischen den Akteuren der Stadtgesellschaft. Quelle: THILO NASS
Celle

Sie soll für Kultur, Bildung, Jugend, Integration und Bürgerservice zuständig sein und auf Augenhöhe mit Stadtkämmerer Thomas Bertram (Innere Dienste, Personal- und Finanzwirtschaft) sowie Stadtbaurat Ulrich Kinder (Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Technische Dienste) agieren.

Nachdem Sozialdezernent Stephan Kassel im Juli 2017 nach dem Ablauf seiner Amtszeit seinen Hut genommen hatte, war eine zeitnahe Nachbesetzung seines Postens aufgrund anstehender Strukturüberlegungen ausgesetzt worden. Mittlerweile steht die neue Struktur fest. Im Juni 2018 hat der Rat die Reduzierung der Fachdezernate von vier auf drei beschlossen. Darauf folgte die öffentliche Ausschreibung der Stelle des Stadtrates.

Zwölf Bewerber: Im Rahmen des anonymisierten Bewerbungsverfahrens hatten sich online drei Frauen und neun Männer um die Stelle bemüht. Im Rahmen der Vorauswahl hatten sämtliche Fraktionen die Gelegenheit, die anonymisierten Bewerbungsformulare einzusehen, Eignung, Leistung und Befähigung zu beurteilen und Vorschläge für eine Einladung zu machen. „Ich habe mit drei geeigneten Personen – einer Dame, zwei Herren – Vorgespräche geführt“, so Oberbürgermeister Jörg Nigge. Dabei habe McDowell den besten Eindruck hinterlassen: „Ich halte sie uneingeschränkt für geeignet, die Position auszufüllen.“

Das hat McDowell bereits ausprobiert. Ein Jahr lang hat die Kulturdezernentin auch noch das Ressort Bildung, Jugend, Integration und Bürgerservice geleitet, nachdem die Stadt Celle die Suche nach einem Nachfolger für Kassel ausgesetzt hatte. Thomas Bertram dazu: "Es ist machbar.“

"Ich bin sehr glücklich über meine Wahl und betrachte sie als Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn. Als ich 1991 nach Celle kam, hätte ich nie erwartet, bei der Stadt zu bleiben und fernab meines Theaterberufes so viel Herausforderung und Erfüllung zu finden", sagt McDowell. Jetzt freue sie sich besonders auf die weitere Zusammenarbeit mit den Kollegen im neuen Dezernat und mit den vielen motivierten Akteuren in der Stadtgesellschaft, ohne die sie weite Bereiche des neuen Tätigkeitsfeldes "gar nicht denken" könnte.

Hoher Anspruch: McDowells Maximen seien Vertrauen, Zutrauen, Ehrlichkeit und Offenheit, die Identifikation mit und Vermittlung von Zielen, Delegation von Verantwortung und Ermutigung zur Selbstständigkeit und Fehlertoleranz: "So bemühe ich mich zu führen, und so möchte ich geführt werden. Ich kann moderieren und in Konflikten vermitteln. Das Durchsetzen und Verantworten von – auch unbequemen – Entscheidungen und das Führen von Auseinandersetzungen kann nach meinem Verständnis authentisch, sachlich und in Anerkennung der jeweiligen Individualität geschehen." Management- und Führungsaufgaben verlangten den Blick für das Wesentliche, die Fähigkeit zu abstrahieren, Durchhaltevermögen, sichtbares Engagement, Motivationsfähigkeit und vorbildhaftes Verhalten: "Das ist mein Anspruch an mich selbst."

Lebensqualität bewahren: Als ihre Ziele benennt McDowell, Celles Lebensqualität zu bewahren und zu entwickeln, sozialer Frieden, kulturelle Vielfalt und Chancengleichheit. "Zwischen einem straffen Sparkurs und einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Daseinsvorsorge in den freiwilligen Bereichen gilt es, Celle als lebens- und besuchenswerte Stadt weiterzuentwickeln, so McDowell. Im Einzelnen gehe es ihr um die Formung eines durchgehenden Bildungsangebotes von Krippe bis zum Ende der Grundschule, die Überarbeitung des Ganztagsschulkonzeptes, die Umsetzung des Sportentwicklungsplans, neue Sportförderrichtlinien, die Neukonzeptionierung des Bereiches Integration, sowie die Überprüfung und neue Schwerpunktsetzung des Kulturangebotes: "Um in diesem Spannungsfeld erfolgreich arbeiten zu können, muss man auch bislang Selbstverständliches infrage stellen, außerdem motivieren und vermitteln können. Wir benötigen die Akteure der Stadtgesellschaft mehr denn je."

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