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Celle Stadt Mogli macht Party im Dschungel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mogli macht Party im Dschungel
18:07 19.11.2018
Mogli wurde ins Rudel aufgenommen und heult mit den Wölfen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Die Geschichte von Rudyard Kipling als selbst überarbeitetes Musical auf die Bühne zu bringen – und das mit nur sechs Darstellern – ist für sich schon ein mutiges Unterfangen. Das Liberi-Theater mit Carolin Pommert (Regie und Choreographie) und Helge Fedder (Autor und Konzept) hat am Wochenende vor einem vollbesetzten Haus die Herausforderung nicht nur angenommen, sondern auch bewiesen, dass es so und mit einfach-genialem Bühnenbild sehr gut funktioniert. Das in großen Teilen sehr junge Publikum in der Celler Congress Union verfolgte gebannt die Abenteuer von Mogli und seinen Freunden im gefährlichen Dschungel.

Brix Schaumburg als durchtrainierter Mogli

Temporeich und turbulent sorgten das durchweg ausgezeichnete Ensemble für zwei Stunden Abenteuer zum Mitfiebern und Amüsieren auf der Bühne. Brix Schaumburg als durchtrainierter, liebenswert kindlicher Mogli passte gut in das Dreiergespann von Baghira (mit ihren katzenhaften Bewegungen und diesem geschmeidigen Charme eines Panters ganz besonders bezaubernd gespielt von Alina Schaumburg) und dem mächtig-runden Papabär Balu (herrlich tapsig und ungeschickt dargestellt von Stefan Peters). Wirkliche Bewunderung hatten allerdings Sandra Evans und Hannah Zieziula (unter anderem als Schlange Kaa in einem sehr fantasievoll-glaubhaften Kostüm) verdient, die scheinbar mit Leichtigkeit von einer Rolle in die andere schlüpften wie in eine neue Haut – ohne einmal aus der jeweiligen Rolle von Affe, Geier, Wolf zu fallen. Als Letzter zu erwähnen bleibt Viktor Silvester Wendtner als bösartig-listiger Tiger Shir Khan.

Disney-Hits nicht dabei

Getragen wurde das Ganze von mitreißender Musik – da war auch einfacher zu verkraften, dass die eventuell erwarteten Hits aus der Disney-Version nicht dabei waren. Stimmung und Party gab‘s in diesem Dschungel jede Menge – und viele Momente, an denen man herzlich lachen konnte. Die frechen Affen und die lustig-mitfühlenden Geier hatten guten Anteil daran. Bei so viel Bewegung und Power auf der Bühne war es schwer für so manchen kleinen Zuschauer, ruhig auf dem Platz zu sitzen – da kam eine Pause im Stück gut gelegen. Die Musik machte zumindest mitklatschen und wippen möglich – sogar mitsingen durfte man beim Banana-Song. Die Gesangparts waren im Übrigen durch die Bank eingängig und sympathisch überzeugend – ein gelungenes Gesamtpakt von Darsteller, Gesangs- und Tanzkunst, wie man es sich für ein Musical wünscht.

Happy-End für gelungenen Familiennachmittag

Mogli bleibt, nachdem er mit Hilfe des Menschenmädchens und dessen Laterne den Tiger mit Feuer in die Flucht geschlagen hat, bei seinen tierischen Freunden. Ins Wolfsrudel aufgenommen ist er ja schon und er erkennt: Familie ist dort, wo man bedingungslos geliebt wird und wo man füreinander da ist. Was kann es schöner geben als dieses Happy-End mit Botschaft für einen gelungenen Familiennachmittag im Theater? Der Dank war langanhaltender Applaus und eine satte Zugabe.

Von Doris Hennies

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