Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Motorrad-Rarität ist Stolz der Sammlung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Motorrad-Rarität ist Stolz der Sammlung
19:45 22.06.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Einer seiner Lieblinge ist die dunkelrote Montesa BSA 33, die seit sieben Jahren Bestandteil der Sammlung ist. „Es gibt nur zwei bekannte BSA 33 in Deutschland“, erzählt Helms stolz. „Eine davon steht hier in meiner Garage und die andere besitzt mein Freund Holger Schönknecht.“ Durch seinen Bekannten war der Kauf der BSA 33 erst zustande gekommen. „Dieses Motorrad stammt aus Schweden“, erklärt Helms. „Holger besitzt da ein Haus und ist dort auf zwei Motorräder gestoßen.“

Nach einem kurzen Anruf und dem „Okay“ von Helms hat sein Freund die Maschinen abgeholt. „Es war zwar nur noch ein Exemplar vor Ort und das war auch nicht mehr ganz vollständig, aber wann bekommt man so etwas schon mal?“, fügt Helms hinzu. Mit der BSA 33 im Schlepptau trafen sich Helms und Schönknecht beim nächsten Trial-Fahren, um die Maschine seiner Sammlung hinzuzufügen.

„Ich habe ein halbes Jahr an dem Motorrad herumgeschraubt“, berichtet Helms, der seine Schmuckstücke auch selbst repariert und restauriert. „Alles rundum dieses Motorrades habe ich selber zusammengebaut“, erinnert sich Helms. „Nur der Rahmen und der Motor sind noch Originalteile.“

Einige Einzelteile wie Schutzblech, Lenker und Tank hatte Helms schon auf Lager. Aber selbst wenn einmal ein Ersatzteil fehlen sollte, setzt Helms sich schnell an seinen Computer und bestellt das fehlende Teil oder hat seine Leute, die sie ihm nachbauen. „In dieser Sache bin ich lieber ein Eigenbrötler, anstatt mich mit anderen auszutauschen“, erklärt Helms. „Denn so bin ich selbst verantwortlich, wenn mal etwas nicht passen sollte. Und ich kann auch selbst entscheiden, denn jeder hat eine andere Priorität bei seinen Fahrzeugen.“

Selbstverständlich schraubt Helms nicht nur an seinen Motorrädern rum. Um ihn auf seiner BSA 33 sehen zu können, muss man dem Crossfahrer ins Gelände folgen. „Die meisten meiner Motorräder sind für die Straße nicht zugelassen“, erzählt er. Mit seiner BSA 33 fährt er vor allen Dingen durch tiefe Wasserpfützen, Auffahrten hoch mit Sand und Steinen und über dicke Baumwurzeln. Denn mit der Zeit hat Helms auch eine Leidenschaft für das Trial-Fahren entdeckt.

„Wir haben uns gefragt, was man jetzt mit diesem Motorrad anfangen kann“, erklärt Helms seine Anfänge. Bekannte machten ihn auf einen Verein in Celle aufmerksam, in dem die Mitglieder auf alten Motorrädern durch den Wald fahren. „Wir haben uns diese Trials einfach mal angeschaut und haben gemerkt, dass das doch eine coole Sache für uns sein könnte.“ Vor 15 Jahren trat Helms in den Trial Club Celle ein und schon bald fuhr auch er seine ersten Strecken mit seinem Motorrad ab. „Es sind immer dieselben Leute vor Ort, so hat sich schnell ein Freundeskreis gebildet“, erzählt er. „Dadurch ist alles auch sehr familiär und der Spaß steht im Vordergrund.“

In seinen Anfängen hat Helms versucht, fast jedes Trial-Rennen in ganz Deutschland mitzunehmen. „Das waren dann schon mal so zehn bis zwölf Stück im Jahr“, erklärt er. Aber seitdem er vor fünf Jahren auch seine Liebe zu Rennen mit Beiwagen zusammen mit seinem Bruder entdeckt hat, sind die Trial-Wettbewerbe weniger geworden. „Solche Rennen kann ich nicht mehr lange fahren. Daher werde ich das erstmal noch ausnutzen und konzentriere mich danach wieder voll aufs Trial fahren“, erklärt Helms.

Seine Ehefrau Ille kann sein Hobby aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr teilen, aber auch sie hat früher einen Motorradführerschein gehabt und ist selbst ihre Runden auf dem Motorrad gedreht. „Aber meine Frau und mein Hund Miti sind bei jedem Wettkampf dabei und feuern mich an“, erzählt Wolfgang Helms freudig.

Zu den Trial–Wettkämpfen fahren die drei meistens mit einem Wohnwagen. „Die Veranstaltung geht immer nur einen Tag. Aber wir bleiben gerne länger, um das mit einem kleinen Urlaub zu verbinden“, erzählt Helms. „Die Ostsee oder Nordsee ist meistens nicht weit entfernt ist und vor Ort können uns die Leute immer erzählen, wo es am schönsten ist oder was wir unbedingt unternehmen müssen.“

Von Lilith Marciniak

Liederabende mit unbekannten Sängern sind für die Zuhörer nicht selten ein Risiko, denn es gibt weitaus mehr Sänger, die meinen im schwierigen Genre des Liedes zuhause zu sein, als es wirklich der Fall ist. So durfte man durchaus skeptisch sein, als der Künstlerverein zu einem Liederabend mit Thomas Stimmel einlud, einem Sänger, den hierzulande wohl kaum jemand kennt. Um es von vornherein zu sagen: Das sollte und dürfte sich ändern. Dieser Sänger erwies sich als eine positive Überraschung.

22.06.2018

Nicht nur im darstellerischen Bereich treten im Celler Schlosstheater personelle Änderungen zum Ende jeder Spielzeit ein. So hat Chefdramaturg Ralph Blase das Haus überraschend in Richtung Bregenz am Bodensee verlassen. CZ-Mitarbeiter Hartmut Jakubowsky hatte Gelegenheit, mit dem neuen Chefdramaturgen Matthias Schubert zu sprechen.

22.06.2018

Eier sammeln, Hühner versorgen, Kartoffeln einpflanzen. Auch in diesem Schuljahr konnten die Schüler der Paul-Klee-Schule in der Natur- und Lernwerkstatt auf dem Kudammhof die ökologischen Landwirtschaft erleben.

21.06.2018