Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Musical „Rut“ begeistert Publikum in Wietzenbrucher Kirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Musical „Rut“ begeistert Publikum in Wietzenbrucher Kirche
21:56 16.10.2016
Sind mit spürbarer Leidenschaft und Herzblut bei der Sache: die rund 20 jugendlichen Darsteller und Choristen. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
Celle Stadt

Die Geschichte erzählt vom Schicksal der jüdischen Eheleute Noomi und Elimelech, die aufgrund einer Hungersnot mit ihren beiden Söhnen von Bethlehem ins benachbarte Moab („Das grüne Land“) auswandern muss, wo bald darauf der Familienvater stirbt. Die Söhne heiraten Rut und Orpa, zwei moabitische Frauen. Nachdem einige Jahre später auch die Söhne gestorben sind, bleibt Noomi als verwitwete Frau mit ihren nun ebenfalls verwitweten Schwiegertöchtern allein zurück. Orpa bleibt daraufhin in Moab, Rut jedoch will ihrer Schwiegermutter beistehen und besteht darauf, mit ihr nach Israel zu ziehen, obwohl sie dort als Moabiterin mit Abweisung zu rechnen hat. Doch als Rut auf den abgeernteten Feldern des Großgrundbesitzers Boas, einem Verwandten von Noomis verstorbenem Mann Elimelech, nach liegengebliebenen Ähren sucht und daraufhin von den Arbeitern verjagt wird, steht dieser ihr solidarisch zur Seite. Am Ende nimmt Boas Rut zur Frau.

Die rund 20 jugendlichen Darstellerinnen und Choristen waren mit spürbarer Leidenschaft und Herzblut bei der Sache. Mit ausdrucksstarkem Spiel und emphatischem Gesang ließen nicht nur die Hauptdarstellerinnen Antonia Pattloch als Rut und Kaya Beythien als Noomi, sondern bis hin zu den Händlern auf dem Markt und den Arbeitern auf dem Feld jede(r) Einzelne das zunehmend begeisterte Publikum die Schicksalsschläge, Hoffnungen und Emotionen der einzelnen Rollen zwischen stillen, bewegenden Szenen und temperamentvollen Tanzeinlagen unmittelbar miterleben.

Zugrunde liegende Bibeltexte wie „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen“ wurden im weiteren Verlauf anschaulich mit Leben gefüllt. Eine nicht zuletzt auch wegen der unaufdringlich begleitenden und doch Akzente setzenden Musik eindrucksvolle Aufführung.

Von Rolf-Dieter Diehl