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Celle Stadt Musik als „kleinster gemeinsamer Nenner“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Musik als „kleinster gemeinsamer Nenner“
21:51 25.11.2018
Das Celler Schlosstheater bringt eine transkulturelle Komödie mit einer großen Portion Live-Musik und Tanz auf die Bühne in Halle 19. Quelle: Schlosstheater Celle
Celle

Wer über Unterschiede und Gemeinsamkeiten reden möchte, der muss überhaupt erst einmal eine Basis zum Reden schaffen. Das Celler Schlosstheater will das und tut das immer wieder – aktuell mit einer neuen Stückentwicklung: "Soul Almanya". Andreas Döring als Regisseur und Dramaturg hat sich dafür Unterstützung von Choreografin Yara Eid und Mohamed Alhamad (der selbst im Stück mitspielt und sein Wissen über die arabische Kultur mit einbringt) geholt, um eine transkulturelle Komödie mit einer großen Portion Live-Musik und Tanz auf die Bühne zu bringen. Am Freitag, 7. Dezember, ist um 20 Uhr Premiere in Halle 19.

Jeder soll mitmachen können

Musik ist der perfekte Ansatz, um sich auszudrücken und Beziehungen zu knüpfen. Das findet auch Rojin Abbas. Eigentlich wollte er in seiner Heimat mal Popstar werden. Doch dann floh er vor drei Jahren vor dem Krieg nach Deutschland. Alles war fremd, aber inzwischen empfindet er sich selbst als ausreichend „eingedeutscht“, um jetzt hier mit befreundeten Flüchtlingen und kurdischen Gleichaltrigen durchzustarten – mit einer Musik, die alle verstehen und in sich tragen, Musik mit Seele, die jeden „abholen und mitnehmen“ kann – mit Gründung der Band "Soul Almanya". Jeder soll mitmachen können – das gilt für die Band im Stück ebenso wie für das zusammengewürfelte Ensemble von Schauspielern, Laiendarstellern und Musikern. Das Zusammenfinden der beteiligten Menschen ist ähnlich, auf der Bühne dann aber doch wesentlich turbulenter. Das erkennt Rojin schon beim ersten Casting: Da wird der „Soul“ weniger als übergreifende Weiterentwicklung gefühlsbetonter schwarzer Popmusik begriffen, sondern als von Herzen kommende klassische Heimat-Musik. Zum Glück kennt sein Freund Niklas Soulstar Tiana Kruskic und ihre Band „Sister Soul & The Blaxperts“ (Billy Ray Schlag, Lennart Busse, Miriam Busse, Andy Gordon Saverimuthu), die „Soul Almanya“ auf die Sprünge helfen sollen. Das sorgt dann innerhalb und außerhalb für einigen Trubel. Neben der spielerischen wie musikalischen Annäherung hat die angehende Band nämlich auch mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen: Behörden fürchten politische Unterwanderung, es gibt Ärger mit den Eltern und plötzlich steht der Probenraum nicht mehr zur Verfügung. Wie in jeder ordentlichen Komödie sorgt schließlich eine Liebesgeschichte für die entscheidende Wendung …

Spaß und die Freude erleben

Andreas Döring zum Stück: „Wir haben das Stück absichtlich in Celle – hier und heute – verortet. Es geht darum, Positionen nicht nur zu finden, zu beziehen und zu verteidigen, sondern auch zu leben.“ Was bedeutet: Auch die Zuschauer sollen hineingezogen, miteinbezogen werden in diesen Prozess, den die Darsteller vollziehen, und dabei die Schwierigkeiten von Annäherung ebenso wie den großen Spaß und die Freude dieses gelungenen Miteinanders erleben. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Von Doris Hennies

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