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Celle Stadt Musik liegt in der Celler Luft
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Musik liegt in der Celler Luft
14:09 18.05.2018
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

„Aber wir haben letztlich alle untergebracht“, sagt er lachend. Einige Kirchengemeinden stellten ihre Gemeindehäuser zur Verfügung, die Jugendherberge nimmt Schüler und Lehrer auf, und schließlich werden auch einige Klassenräume am KAV leergeräumt, um Platz für Luftmatratzen und Schlafsäcke zu schaffen. „Schließlich läuft ja auch der Schulbetrieb weiter.“

Insgesamt 14 Schulen sind mit den verschiedensten musikalischen Formationen am Start. Aus Stadt und Landkreis Celle kommen der Juventis-Jugendchor, die Streicher-AG, das Bläserensemble, die Little Bigband und die Bigband. Das Immanuel-Kant-Gymnasium aus Lachendorf ist mit der Orchester-AG, dem Chor, der BIKG-Band und den Bläsern vertreten.

„Das ist vielleicht das einzige Manko“, meint Ute Neuhaus als Landesbeauftragte „Schulen musizieren“ im VDS Niedersachsen. „Aus Celle haben sich lediglich zwei Schulen angemeldet.“ Das sei aber wohl dem engen Terminkalender geschuldet. „Immerhin stehen wir gerade in den Abiturprüfungen.“

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 7. Juni, um 18 Uhr mit einem Konzert in der Congress Union. Dort wird Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne den musikalischen Nachwuchs begrüßen. Am Freitag folgen drei Begegnungskonzerte. Um 9.30 Uhr im Immanuel-Kant-Gymnasium Lachendorf, um 11 Uhr im Beckmannsaal und um 15.30 Uhr in der Stadtkirche. Um 19 Uhr wird in der Halle 16 der CD-Kaserne Big-Band-Sound erklingen. Beendet wird das Wochenende am Samstag, 9. Juni, mit dem Abschlusskonzert ab 11 Uhr auf dem Großen Plan. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Die drei Begegnungskonzerte dauern 90 Minuten, sodass sich für jedes Ensemble eine Spieldauer von zirka 15 Minuten ergibt. Beim Eröffnungskonzert wird jedes Orchester zehn Minuten musizieren.

Die Landesbegegnung findet bereits zum 18. Mal statt. Alle zwei Jahre treffen sich die Schul-AGs an wechselnden Orte. In Celle fand das Event zum letzten Mal vor genau 20 Jahren statt. „Damals war die Veranstaltung überschattet von dem ICE-Unglück in Eschede“, erinnert sich Markfort. „Das war gerade mal zwei Wochen her.“ Im Mittelpunkt der Musik-Tage steht neben den Konzerten aber auch der Austausch zwischen den Schulen. „Die Kollegen können sich informieren, wie andere Musik-AGs arbeiten“, sagt Neuhaus. „Und natürlich holen sich die Schüler neue Inspirationen.“

Was die Stadt Celle sehr unbürokratisch genehmigt hat: Die Schüler dürfen in der Celler Innenstadt Straßenmusik machen. „Sollte das Wetter gut sein, könnten kleine Konzerte am Straßenrand eine gute Werbung für unsere Sache sein“, sagt Neuhaus.

„Zusammen“, so lautet das Motto der bevorstehenden Saison im Celler Schlosstheater. Im Vorwort zum Spielzeitheft entwickelt Intendant Andreas Döring mit Geschäftsführer Stephan Bruhn eine Vision davon, was aus der Kulturstadt Celle werden könnte, wenn alle an einem Strang ziehen und gemeinsam an der Zukunft arbeiten würden. Wer das liest, der wähnt sich in einem Paradies zeitgeistiger Kulturpflege.

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