Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Musik verbindet: Celler Jagdhornbläser in Masuren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Musik verbindet: Celler Jagdhornbläser in Masuren
14:26 02.03.2018
Bei einem Stopp an der prächtigen barocken Wallfahrtskirche „Zur Heiligen Linde“ durften die Jäger eine Demonstration - der mächtigen Orgel mit ihren 4000 Pfeifen miterleben und die Gäste mit Parforcehornklängen überraschen. -
Celle Stadt

Drei Tage vor Ort, drei Höhepunkte – auch ohne Jagd. Einen ganzen Tag nahm eine geführte Besichtigungstour durch die urwüchsige Seenlandschaft einschließlich einer Bootsfahrt auf dem Löwentinsee in Anspruch. Bei einem Stopp an der prächtigen barocken Wallfahrtskirche „Zur Heiligen Linde“ durften die Jäger eine exklusive Demonstration der mächtigen Orgel mit ihren 4000 Pfeifen miterleben und Organist und Abt mit unseren – in Polen doch weitgehend unbekannten – Parforcehornklängen überraschen.

Die Einwohner von Lasy Napiwodzkie, einem kleinen Ort inmitten eines riesigen Waldgebietes feierten 650 Jahre ihres Heimatdorfes. Organisiert von der örtlichen Jägerschaft wurde das Jubiläum mit einem Feldgottesdienst, zelebriert von zwei Pfarrern und der musikalischen Begleitung der Parforcehörner, gefeiert.

Zum Abschluss des Aufenthaltes dann der absolute Höhepunkt. In Warpuny wurde die 1881 erbaute evangelische Kirche durch die unermüdliche Unterstützung der „Freunde Masurens“ um Pastor Fryderyk Tegler, der dort getauft und getraut wurde, vor dem Zerfall bewahrt. In dieser Kirche wurde ein ökumenischer Hubertusgottesdienst gefeiert, mit einem zeremoniellen Aufwand, der zumindest bei norddeutschen Gottesdienstbesuchern ehrfürchtiges Staunen erzeugte. Die Woiwodschaften (vergleichbar mit den Landesjägerschaften) füllten mit ihren Fahnenabordnungen den Altarraum. Die Jagdhorngruppe der Forstschule Johannisburger Heide blies die Begrüßung auf den Fürst-Pless-Hörnern und die Lesungen wurden von vier Pastoren auf polnisch und deutsch gehalten. Der katholische Prälat, selbst Jäger – was er durch seinen Jagdrock über der Soutane auch deutlich machte – ließ es sich nicht nehmen, seinen ersten Rothirsch für den Hubertusgottesdienst zur Verfügung zu stellen. Das bis auf den letzten Platz gefüllte und durch 200 Kerzen in warmes Licht getauchte Kirchenschiff erzeugte nur einen kleinen Nachhall, so dass sowohl die kräftigen Töne der Parforcehörner beim „Sortie de Messe“ als auch die leisen Harmonien beim „Hommage au Piqueux“ klar zu hören waren. Intensive eineinhalb Stunden, die sowohl Zuhörern wie Akteuren lange in Erinnerung bleiben werden.

Danach waren die Celler Jäger im Gemeindehaus eingeladen. Die Organisatoren hatten zwei Wildschweine in den Ofen geschoben und die Jagdgenossenschaft hatte eine Vielzahl spezieller Hausbrände mitgebracht. Ein gelungener Abschluss der Masurenreise bei polnischen und deutschen Jagdhornklängen. Von den doch teilweise sehr kritischen Einstellungen einzelner polnischen Politiker haben zumindest die Celler nichts spüren können. Musik verbindet.

Von Susanne Feldmann

Fahrradständer zum Mitnehmen – die gibt es seit ein paar Monaten in der Celler Innenstadt. Obwohl das eigentlich so nicht geplant war, wird von der To-Go-Option offenbar eifrig Gebrauch gemacht. So sind zum Beispiel von den neuen „Anlehnbügeln“, die am Alten Rathaus Platz für 30 Fahrräder bieten sollen, aktuell nur noch drei Stück übrig. In der Politik fragt man sich, ob die Verwaltung da etwa unnützen Schrott angeschafft haben könnte, der noch dazu ziemlich teuer war. Im Rathaus räumt man ein, dass manches hätte besser laufen können.

Michael Ende 02.03.2018

Gemeinsam mit Ihnen möchte die CZ Celle und den Landkreis aufblühen lassen - und so etwas tun. Für die Natur und gegen das Artensterben. Mitmachen kann jeder.

Maren Schulze 15.03.2018

Fieber, Gliederschmerzen, nicht selten einhergehend mit einer akuten Erkrankung der Atemwege: Die Grippe hat den Landkreis Celle weiter fest im Griff. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, gab es in dieser Saison bisher insgesamt 177 bestätigte Fälle (Stand: 28. Februar).

Christoph Zimmer 01.03.2018