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Celle Stadt Musikalische Götterolympiade am Celler Ernestinum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Musikalische Götterolympiade am Celler Ernestinum
14:44 27.04.2016
Die Klasse 6b des Gymnasiums Ernestinum probt ein letztes Mal vor dem großen Auftritt heute und morgen im Forum des Schulzentrums Burgstraße. Quelle: Benjamin Westhoff
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Die Götter im Olymp streiten sich mal wieder ununterbrochen. Welches der Kinder von Göttervater Zeus ist das beste? Kriegsgott Ares, Aphrodite, die Göttin der Schönheit, Athene, die Weisheitsgöttin, und Dionysos, der Gott des Feierns und des Weins, werden sich nicht einig. Ihre Mutter Hera beschließt, dem Konflikt ein Ende zu bereiten, indem sie einen Wettkampf veranstaltet – die Götterolympiade. Jeder bekommt die Aufgabe, einen Tag lang die Geschicke der Menschen zu bestimmen und sie nach ihrem Ermessen zu unterrichten.

Dass alle Götter unterschiedliche Positionen vertreten, spiegelt sich vor allem auch musikalisch wider. So ist der Auftritt des Kriegsgotts ein rockiges Stück mit E-Gitarren, Aphrodite singt eine Schönheitsballade und als Dionysos auftritt, schunkelt der ganze Chor in Feierlaune mit. Wenn dann noch Hermes, der Götterbote, eine Rap-Performance bietet, wird klar, dass hier für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Schüler, die die Götter spielen, singen ihre Strophen allein. „Wer so einen Part bekommen wollte, musste beim Vorsingen vor der Rollenvergabe beweisen, dass er singen kann“, erklärt Simon Schurian, der im Stück Hermes verkörpert. Neben den individuellen Darstellungen der Götter spielt immer auch der Chor eine wichtige Rolle, wenn er kollektiv die Refrains der zahlreichen Lieder singt.

Welcher Part denn nun eigentlich der beste ist, können die Schüler nicht eindeutig sagen. Schurian ist sich sicher: „Hermes‘ Rap-Song ist auf jeden Fall am coolsten.“ Sina Maria Stumpf fand besonders Gefallen am Lied von Dionysos: „Dass der ganze Chor, also die Menschen auf der Erde, betrunken spielen muss, ist wirklich witzig.“ „Mir gefällt Aphrodites Lied besonders gut, aber eigentlich ist alles toll geworden“, sagt Chormitglied Sophie Eleonore Otte.

Die meisten Requisiten sind von den Schülern im Kunstunterricht selbst gebastelt worden, und das Bühnenbild im Hintergrund hat der Vater eines Schülers gestaltet.

Am Montag fand die Hauptprobe für die Aufführung statt, und alle Rollen wurden noch einmal perfektioniert. Nach einer Motivationsansprache von Budtke kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die Schüler sind alle bestens vorbereitet und voller Vor­freude. Wie die Geschichte um den aussichtslosen Götter-streit ausgeht, kann man am Dienstag und Mittwoch um 18 Uhr im Forum des Schulzentrums erfahren. Der Eintritt zur musikalischen „Götterolympiade“ ist frei.

Von Niklas Mohwinkel