Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Mutz in acht Jahren Celles Bürgermeister?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mutz in acht Jahren Celles Bürgermeister?
17:22 04.02.2018
Von Jürgen Poestges
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Der rote Vorhang ist noch geschlossen, Mutz kommt mit seiner Gitarre nach vorn. „Gallows of Mine“ von seiner aktuellen Mini-LP „Last Grain of Sand“ erklingt. Und schon mit den ersten Tönen hat Mutz sein Publikum im Griff. Und als sich dann unter den Klängen von „Also Sprach Zarathustra“ Schlagzeug und Keyboards von der Bühnendecke herabsenken, da war auch dem letzten Besucher klar, dass es wieder einmal ein ganz besonderer Konzert-Abend mit Mutz werden würde.

Mit „Last Dime“, dem Opener des Albums „Get Me Nutz“, stiegen die „Banditz“ in den Abend ein. Höhepunkte vor der Pause waren zweifelsohne „Illusions“, das Mutz mit Kollegen bereits als Schüler für die Band „Delivery Van“ geschrieben hat. „Das waren schöne Zeiten, wir wollten die Welt erobern“, schwelgte Mutz in Erinnerungen. Zusammen mit Anja Ohnhold spielte die Band „Son of a Preacherman“, den Hit von Dusty Springfield aus dem Jahr 1969 – wie gemacht für die eindrucksvolle Stimme von Ohnhold.

Der zweite Teil startete – mit einem Shanty. „John Kanaka“ in einer A-Capella-Version mit Mutz, Martin Connell, Florian Hempel und „Maschine“ aus Hamburg. Die vier standen vor dem eisernen Vorhang der Bühne und benutzten diesen als Trommel. Was dann folgte, ist bei einem Mutz-Konzert eher ungewöhnlich: „Ein Freund, ein guter Freund“, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ und schließlich „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins.“ Und einer deutlichen Aussage des Musikers Richtung Politik der Stadt Celle. Was denn am 31. Januar 2018 passiert wäre, wollte Mutz wissen. Dabei senkte sich das Original-Schild des an diesem Tag geschlossenen Café Rio‘s von der Decke. Aber Mutz ging einen Schritt weiter: „An diesem Tag hat die Stadt Celle die Jugendpflege in die Tonne gehauen und an den Landkreis abgegeben – das geht gar nicht.“ Und erklärte unter dem Beifall der Fans: „In acht Jahren kandidiere ich für das Bürgermeisteramt.“

Danach stand die Musik wieder im Mittelpunkt. „This Flight tonight“, ein Nazareth-Cover gefolgt von den Mutz-Stücken „Through the Night“ und „My Story“, ein Duett mit Connel. Am Ende saß im altehrwürdigen Celler Schlosstheater niemand mehr.

Während der Celler Stadtrat mit der Verabschiedung des Haushalts und der Abgabe der Jugendhilfe an die Landkreis bereits richtungweisende Entscheidungen gefällt habe, gebe es in Hannover zwar eine neue rot-schwarze Landesregierung, aber keine neue Politik, sage der Celler FDP-Landtagsabgeordnete Jörg Bode jetzt beim traditionellen Grünkohlessen seiner Partei in der voll gesetzten Häckselscheune auf Hof Wietfeld in Bennebostel.

Michael Ende 04.02.2018

Einmal mit Profis arbeiten: Für die Musiker der beiden KAV-Bigbands wird dieser Traum wahr. Am 22. Februar stehen sie mit den Profimusikern der NDR-Bigband auf der Bühne in der CD-Kaserne.

Jürgen Poestges 02.02.2018

Sich Werkzeuge vom Nachbarn auszuleihen, ist nahezu gängige Praxis. Von dieser Alltäglichkeit ist das Carsharing noch entfernt, obschon es auf dem gleichen Prinzip fußt: mehrere Personen teilen sich ein Auto und sparen auf diese Weise Kosten. Dennoch – langsam nimmt die Idee auch in Celle Fahrt auf. „Ein Fahrzeug spontan und flexibel einsetzen – und das, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen“, erklärt Murat Alatas. Vor drei Wochen hat der Geschäftsführer des Autohauses Speckhahn eine Carsharing-Initiative in Celle gestartet.

02.02.2018