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Celle Stadt Nach Ermittlungen um Ulrich Kaiser: Neuer Kandidat für stellvertretenden Landrat gesucht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nach Ermittlungen um Ulrich Kaiser: Neuer Kandidat für stellvertretenden Landrat gesucht
17:31 03.12.2013
Celle Stadt

Der 19. Dezember ist deshalb so wichtig, weil dann die nächste Sitzung des Kreistages stattfindet. Bis dahin war die Wahl eines neuen stellvertretenden Landrates verschoben worden. Sie ist nötig, nachdem der bisherige Amtsinhaber Eberhard Valentin im Juni verstorben war.

Ulrich Kaiser galt als der sichere Kandidat, bis die Ermittlungen an die Öffentlichkeit kamen, die sich allerdings in sehr weiten Teilen nicht gegen ihn, sondern die Gemeinde Ahnsbeck richten. Es geht um den Verdacht der Vorteilsnahme. Kaiser weist jede Schuld zurück und die bisherigen Details scheinen eher auf Formfehler, denn wirklich strafbares Handeln hinzudeuten.

Allerdings hatte er bereits im Oktober gesagt, dass eine Wahl unter diesen Umständen nicht zumutbar sei. Angesichts der ausstehenden Ergebnisse aus Verden kündigt er bereits vorsichtig einen Rückzug an. „Die Wahl eines stellvertretenden Landrates hängt nicht von der Person Ulrich Kaiser ab”, so der WG-Politiker. Er hat sich inzwischen einen Anwalt genommen, um Akteneinsicht zu bekommen. Auf eine ursprünglich angekündigte zweite Erklärung hatte er nach eigenem Bekunden nach der Sitzung des Kreistages im Oktober verzichtet, um etwas Ruhe hineinzubekommen. „Ich bin allerdings von vielen angesprochen worden, die fälschlicherweise verstanden haben, dass ich 100.000 Euro für mich genommen hätte”, sagt Kaiser.

Auf jeden Fall muss die WG wohl jetzt einen neuen Kandidaten finden. Ob Albrecht Hoppenstedt als Fraktionsvorsitzender bei der CDU durchsetzbar ist, scheint fraglich, somit würden Wolfgang Marquardt, Franz Liß und Alexander Hass bleiben. Marquardt hat im vergangenen Jahr für einen Eklat in Bergen gesorgt, nachdem er vor dem Zuzug von Roma gewarnt hatte, Hass und Liß sind noch sehr unerfahren. Es wird also nicht einfach.

Die CDU hält sich mit öffentlichen Kommentaren zurück. „Es ist die Sache der WG, einen Vorschlag in dieser Angelegenheit zu machen. Die CDU wird diesen dann bewerten”, sagt der Fraktionsvorsitzende Joachim Müller.

Theoretisch bliebe noch ein Kandidat aus einer anderen Partei. Wie zu hören ist, wollen die Grünen wohl auch diesmal Gerald Sommer vorschlagen.

Von Tore Harmening