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Celle Stadt Nachwuchs packt bei Celler Feuerwehr mit an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nachwuchs packt bei Celler Feuerwehr mit an
11:48 26.06.2017
Die Ferienpass-Teilnehmer lernten, wie die Feuerwehr einen Brand löscht, und welche Aufgaben die Feuerwehrleute noch haben. Quelle: Oliver Knoblich
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In einer kurzen Begrüßungsgrunde wurden die Hauptaufgaben der Feuerwehr in Quizform zusammengetragen: bei Bränden und Unfällen Verletzte retten, Brände löschen, Schadstoffe bergen, umgestürzte Bäume von Straßen entfernen, Einsätze bei Hochwasser. „Gestern hatten wir Starkregen“, erzählt Backhaus. „Da mussten wir mehrmals los, um voll gelaufene Keller auszupumpen.“

Natürlich lernten die Kinder auch das richtige Verhalten im Brandfall und das Absetzen des Notrufs. „Welche Nummer müsst ihr wählen?“, fragte Backhaus und erhielt als vielstimmige Antwort „112“. „Nachdem man den Namen und den Standort genannt hat, sollte man erklären, was passiert ist“, erklärt der Feuerwehrmann. Ganz wichtig sei es, nicht gleich wieder aufzulegen, sondern auf weitere Anweisungen zu warten.

Auf die Schätzfrage: „Was glaubt ihr, wie viele Feuerwehrleute gehören zur Hauptwache?“, reagierten die Kinder erstmal vorsichtig: „Acht?“, „Elf?“ oder „20?“ „Wir sind 160 Feuerwehrleute“, löste Backhaus auf. „Wir müssen viele sein, denn es sind ja nicht immer alle Feuerwehrleute in Celle und manchmal ist man ja auch nicht einsatzbereit, zum Beispiel wenn man verletzt ist.“

Dann ging es für die Kinder zu den Einsatzfahrzeugen. Unterstützt wurde Backhaus durch weitere Feuerwehrkollegen sowie Mitglieder der Jugendfeuerwehr. So zeigten und erklärten der 15-jährige Marwin Wendler und der 13-jährige Gerret Warnecke die Technik in einem Feuerwehrfahrzeug. Die Teilnehmer durften die unterschiedlichen Strahlrohre anfassen und auch mal versuchen, eine Sauerstoffflasche auf den Rücken zu schnallen. „Oh, ist das schwer“, stellten die Kinder fest.

Natürlich nahmen die Ferienpass-Kids auch Platz im Feuerwehrauto. „Wo sind denn hier die Sicherheitsgurte?“, wurde sogleich empört festgestellt. Das vorgestellte Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1991. Damals waren Sicherheitsgurte in Lkws noch nicht vorgeschrieben. Die neueren Fahrzeuge sind selbstverständlich mit Sicherheitsgurten ausgestattet, erklärt Backhaus.

Auf der Atemschutzübungsstrecke rüstete sich ein Feuerwehrmann mit der kompletten Schutzausrüstung aus und führte die Teilnehmer hindurch. Ein Höhepunkt für die Kinder war der Besuch im "Käfig". Damit ist der 23 Meter hohe Übungsturm gemeint, eine transparente Stahlkonstruktion. Oben angelangt erwartete die Kinder eine tolle Aussicht. Sie erspähten von dort aus zum Teil sogar ihre Wohnhäuser und Schulen. Zum Abschluss machten die Mädchen und Jungen ihre ersten Erfahrungen am Strahlrohr.

Von Petra Senftleben