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Celle Stadt Nachzügler müssen sich regen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nachzügler müssen sich regen
14:37 31.08.2018
Von Michael Ende
Manche Hausbesitzer müssen für "ihren" Regen Gebühren zahlen. Quelle: Sven Hoppe
Celle

Da war doch was? Als Uwe Zimmermann (Name geändert) kürzlich ein Brief von der Stadtentwässerung ins Haus flatterte, ging es ihm siedendheiß auf: Die Sache mit der Niederschlagswassergebühr – darum muss er sich jetzt wirklich kümmern. „Bisher habe ich das alles liegen lassen, weil das so kompliziert klingt“, sagt Zimmermann. Er bewohnt mit seine Familie ein Eigenheim in Westercelle. Dass sein Regenwasser nicht in den öffentlichen Kanal geleitet wird und dass er deshalb keine Niederschlagswassergebühr bezahlen muss, das weiß er: „Aber wie soll ich das gegenüber der Stadt belegen? Sind dafür Zeichnungen vom Architekten nötig? Und Gutachten?“ Sind sie nicht. Dazu später mehr.

Zimmermann gehört zu jenen 2800 Cellern, die der Stadtverwaltung noch nicht mitgeteilt haben, ob Regenwasser von ihrem Grundstück in den öffentlichen Kanal eingeleitet wird. Immer noch nicht, muss man sagen, denn die erste Aufforderung dazu stammt bereits aus dem Jahr 2015. Damals hatte der Stadtrat entschieden, dass nur diejenigen, die den Kanal auch wirklich nutzen, für seine Instandhaltung zur Kasse gebeten werden sollen. Die Stadt hatte 30.122 Grundstückseigentümer aufgefordert, zu melden, ob sie den öffentlichen Regenwasserkanal in Anspruch nähmen. Nach einer Schätzung der Verwaltung sind 85 Prozent der Immobilien nicht an die Regenwasserkanalisation angeschlossen.

Das Team der Stadtentwässerung versendet jetzt Schreiben an alle Grundstücksbesitzer, die den Vordruck zur Niederschlagswassergebühr bislang nicht ausgefüllt haben. „Dazu bekommen sie nun bis zum 17. September erneut Gelegenheit. Der entsprechende Vordruck ist dem Schreiben beigefügt“, erläutert Michael Martin, Betriebsleiter der Stadtentwässerung. Er weist darauf hin, dass alle, die ihrer Auskunftspflicht nicht nachkämen, eine Ordnungswidrigkeit begingen: „Außerdem werden ansonsten die gebührenrelevanten Flächen der jeweiligen Grundstücke per Aktenlage festgelegt.“

Bisher habe es insgesamt 6058 Veranlagungen gegeben, so Martin. Damit habe man über vier Millionen Quadratmeter erfasst, von denen 68 Prozent städtisches Eigentum seien. Das bedeute, dass von den insgesamt 2,6 Millionen Euro an Gebühreneinnahmen 1,8 Millionen aus dem Stadtsäckel geflossen seien. Aktuell beträgt die Gebühr 67 Cent pro Jahr und Quadratmeter.

Auf die Auskunfts-Aufforderung nicht geantwortet hätten insgesamt 3670 Angeschriebene. Die Differenz zu den jetzt erneut kontaktierten 2800 Grundstücksbesitzern ergebe sich aus den in der größeren Zahl enthaltenen Objekten der Mietwohnungen, so Martin. Sich zu drücken werde sich nicht auszahlen. Der Experte weist darauf hin, dass die Gebühren bis zu vier Jahre rückwirkend erhoben werden sollen: „Das heißt, dass wir bis Ende 2019 alle Immobilien abgearbeitet haben müssen, und das schaffen wir auch.“

Für „Kunden“ wie Uwe Zimmermann, die eigentlich gar nichts bezahlen müssen, aber nicht wissen, wie sie das belegen sollen, hat Martin einen Tipp: „Auf dem Fragebogen kann man unter Punkt 2 ankreuzen, dass man kein Wasser in den Kanal einleitet. Das erläutert man kurz und knapp unter Punkt 3.3, und dann war‘s das schon.“

„Das Original“ von Stephen Sachs, einem erfolgreichen amerikanischen Regisseur und Theaterleiter, hat am 13. September im Malersaal des Celler Schlosstheaters Premiere.

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