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Celle Stadt "Nette Toiletten" für Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Nette Toiletten" für Celle
12:37 19.07.2018
Von Michael Ende
Celle Stadt

Bundesweit wird das Konzept „Nette Toilette“ bereits von 250 Städten und Gemeinden erfolgreich eingesetzt. In diesen Städten gibt es die selben Probleme wie in Celle: Es gibt zu wenig öffentliche Toiletten, neue Toiletten bedeuten hohe Investitionen, Pflege und Wartung sind enorm teuer, und Toilettenstandorte sind meistens zu dünn gesät und nur zentral vorhanden – ein cityweites Netzwerk fehlt. Auch trauen sich viele Besucher nicht einfach in die nächste Gaststätte zu gehen, nur um ihrem Bedürfnis nachzukommen: „Das gehört sich nicht.“ Und viele Gastronomen sehen das auch nicht gern.

Celler Problem "peinlich": „Diese 250 Kommunen, die schon mitmachen, hatten die gleichen Probleme wie wir in Celle. Öffentliche Toiletten wurden von Randalierern im Innenstadtbereich zerstört und mussten umfassend renoviert werden. Das kostete Geld, aber auch Zeit. Dieser Zustand ist für die Stadt peinlich und touristisch nicht hinnehmbar“, sagt SPD-Ratsherr Christoph Engelen, der als Mitglied des innerstädtischen Ortsrates Altstadt/Blumlage mit den Problemen hautnah konfrontiert ist. „Die Grundidee liegt darin, dass die Celler Händler und Gastronomen ihre Toiletten den Gästen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Stadt zahlt im Gegenzug den innerstädtischen Kooperationspartnern eine Entschädigung für jeden Toilettengang“, so Engelen. Das würde die aktuelle Situation in Celles Innenstadt erheblich entspannen: „Die Partner, die diesen Service vor Ort anbieten, legitimieren sich mit einem Hinweisschild an ihrem Geschäftseingang und betreiben auf diese Weise noch Imageförderung für sich und ihr eigenes Geschäft“

Alle profitieren: Die Einbindung der Gastronomen könnte eine Lösung sein, bei der alle gewinnen: Die Stadt unterstützt die Gastronomen finanziell bei der Pflege der Toiletten und spart dadurch Kosten. Der Gastronom bekommt den einen oder anderen neuen Gast, sowie Geld für sein schon bestehendes WC. Die Bevölkerung erhält ein flächendeckendes Netz an frei zugänglichen Toiletten, die sauber, gepflegt und bis spät in die Nacht geöffnet sind.

Beispiel Aalen: In Aalen in Baden-Württemberg hat man das bereits ausprobiert. Die Rechnung, die man dort aufmachte, war einfach. Man hatte die Wahl zwischen Neubaukosten für eine öffentliche Toilette von 130.000 Euro plus Unterhaltskosten von 40.000 Euro jährlich auf der einen Seite und jährlichen Zuschüssen von 17.000 Euro für Gastronomiebetriebe, die dafür 27 Toiletten vorhielten. Klar, dass die Aalener die 27 Toiletten erheblich „netter“ fanden.

Idee kommt an: Benno Eisermann, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Celle, kann sich „sehr gut vorstellen“,dass die Celler Gastronomen an der „netten Toilette“ teilnehmen würden: „Ich selber habe im Rahmen des Weihnachtsmarktes in der Mauernstraße und auf dem Kleinen Plan, den ich 2010 veranstaltet habe, sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Konzept soll her: Die Celler SPD fordert nun die Verwaltung auf, sich umgehend am Vorbild der anderen 250 Nette-Toilette-Kommunen in Deutschland zu orientieren und ein Konzept für Celle zu entwickeln, um zeitnah dieses Problem in der Herzogstadt zumindest zu verringern. Engelen: „Der Hinweis an die Stadt, dass man damit erheblich Kosten einsparen kann, erübrigt sich hoffentlich.“

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