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Celle Stadt "Neue" CeBus: Lob und Skepsis
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Neue" CeBus: Lob und Skepsis
07:38 18.11.2014
Von Simon Ziegler
Die CeBus hat zum April 2015 viele Neuerungen angekündigt.  Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Pläne der CeBus, ab April 2015 ein signifikant besseres Angebot vorlegen zu wollen, stoßen beim Fahrgastbeirat auf Zustimmung. „Insgesamt ist erkennbar, dass der Landkreis seine Ankündigung wahr macht und deutlich mehr Geld als bisher für den ÖPNV in die Hand nehmen wird. Es liegt nun an den Celler Bürgern, das Angebot zu nutzen“, sagte der Vorsitzende Bernd Skoda. Er hob hervor, dass die CeBus-Belegschaft nach dem langen Vergabeverfahren endlich Planungssicherheit habe, dies sei ein „schönes Weihnachtsgeschenk“.

Insbesondere profitieren die Stadt Celle und deren Ortsteile, wo man künftig von einem 30-Minutentakt ausgehen könne. Auch im Kreisgebiet sind Fortschritte zu erwarten. Skoda: „Ein Blick in die Karten zeigt: Verbesserungen sind allenthalben zu verzeichnen. Insbesondere an Wochenenden kann mit einem Angebot gerechnet werden, das weit über das bisherige hinausgeht.“

Es gebe aber auch Schattenseiten. So bleibe die Nutzung von Bussen für mobil eingeschränkte Personen beschwerlich, viele Haltestellen seien für diesen Personenkreis schlecht erreichbar. Skoda erinnert daran, dass im Jahr 2035 mehr als 30 Prozent der Menschen über 65 Jahre alt sind und die Nachfrage nach ÖPNV-Leistungen steigen werde.

Auf der CZ-Facebook-Seite (www.facebook.com/CellescheZeitung) hatte der Bericht über die CeBus-Pläne am Wochenende viele Reaktionen hervorgerufen. „Finde es merkwürdig, dass die letzten Busse aus der Stadt zum Beispiel am Samstag um 16 Uhr fahren, obwohl die Geschäfte in der Innenstadt bis 19 Uhr öffnen“, war eine von vielen kritischen Stellungnahmen. Etliche Leser monierten die „überfüllten Schülerbusse“. Auch die Preise sind vielen ein Dorn im Auge.

Unterstützung kommt unterdessen aus der Politik. „Der neue Vertrag ist ein Riesenschritt nach vorn: Endlich wird der Nahverkehrsplan eingehalten, die Leistungen sollen sich verbessern – das haben wir jahrelang gefordert. Was jetzt wichtig ist: Die Bürger müssen sich auf das verbesserte Angebot auch verlassen können, neue Streichungen darf es nicht geben“, sagte SPD-Fraktionschef Maximilian Schmidt.

Skeptischer äußerte sich CDU-Verkehrsexperte Torsten Harms: „Vorher waren das unmögliche Forderungen. Mit nicht wesentlich größerer finanzieller Unterstützung werden diese auf einmal erfüllt. Ich hoffe, dass nicht irgendwann wieder Leistungen gekürzt werden müssen.“