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Celle Stadt Neue Gebühr: Regen kommt Celler teuer zu stehen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neue Gebühr: Regen kommt Celler teuer zu stehen
17:44 18.07.2014
Von Gunther Meinrenken
ARCHIV - Regentropfen fallen am 13.04.2011 in eine Pfütze in Leipzig. Regen-Wette vor Gericht: Die Werbeaktion eines Möbelhauses in Bopfingen (Baden-Württemberg) beschäftigt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Foto: Jan Woitas/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Jan Woitas
Celle Stadt

Not macht erfinderisch. Das dürfte der erste Gedanke vieler Celler gewesen sein, als Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) im August vergangenen Jahres ankündigte, eine Niederschlagswassergebühr einzuführen. Das Vorhaben wurde von einigem Spott begleitet. Viele fragten sich, ob nicht bald noch eine Gebühr für Luft oder Sonnenlicht dazu kommt. Doch das Lachen dürfte den Cellern spätestens jetzt vergehen. Mit Verabschiedung des Celler Sparpakets am vergangenen Donnerstag ist auch die Regenwassergebühr auf den Weg gebracht worden.

Mende verteidigte die neue Einnahmequelle damals mit zwei Argumenten: Zum einen werde das Regenwasser im Kanalnetz der Stadt beseitigt. Und das kostet Geld, das eben durch Gebühren wieder hereingeholt werden müsse. Zum anderen hätten andere Kommunen schon längst eine Niederschlagswassergebühr eingeführt. Celle hinke dieser Entwicklung hinterher.

Vor bald einem Jahr zeigte sich Mende noch erfreut darüber, dass die Kommunalaufsicht angesichts der miserablen Haushaltslage die Stadt noch nicht dazu gezwungen habe, die Abgabe einzuführen. Im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes haben sich nun Verwaltung und Politik dazu entschieden, mit der Regenwassergebühr etwas für die Sanierung des Celler Haushalts zu unternehmen.

Für den Etat wird mit etwa 430.000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr gerechnet. Wie viel davon eine wirkliche Verbesserung darstellt, wird sich allerdings erst zeigen müssen. Die Stadt ist selbst einer der größten Zahler. Für die Bürger wird die Gebühr nach der versiegelten Fläche pro Grundstück berechnet. Genaue Zahlen sind in der Politik noch nicht diskutiert worden. Als Orientierung: In Hannover beträgt die Niederschlagswassergebühr 0,68 Euro je Quadratmeter pro Jahr.