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Celle Stadt Neue Polizei-Wache für 258000 Euro
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neue Polizei-Wache für 258000 Euro
14:25 25.11.2010
Von Michael Ende
250000 Euro-Investition: neue wache ist kundenfreundlicher MdL Thomas Adasch und Celles Polizeichef Stefan Sengel Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

CELLE-NEUENHÄUSEN. Die Zeitreise ins Ambiente der 70er Jahre – sie erwartet Besucher der Polizeiwache in der Celler Jägerstraße nun nicht mehr. Nach dem jetzt beendeten Umbau steuern Celler, die dort einen Termin oder irgendetwas zu melden haben, einen zentralen Service-Punkt gegenüber der neuen Einsatzleitstelle an, wo ihnen geholfen wird. „Besucher“, die dort nicht freiwillig, sondern in Handschellen ankommen, laufen ihnen nicht mehr über den Weg: Auch ein neuer Nebeneingang für Gefangene, der direkt zum noch nicht renovierten Zellentrakt führt, wurde geschaffen.

„Solide, pragmatisch, innovativ, termingerecht, zukunftsorientiert, effizient – kurz: spitze“ – so nannte Polizeichef Stefan Sengel gestern den Umbau, der Anfang August begonnen hatte. 258000 Euro habe man verbaut – viel weniger als die 900000 Euro, die man noch 2007 dafür kalkuliert hatte. „Ich bin erst seit März diesen Jahres hier und wusste: Das ist ein echter Happen“, so Sengel. Als sich abgezeichnet habe, dass man in Hannover die teure Planung kurzerhand streichen wolle, habe man zusammen mit dem Celler CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Adasch ein Alternativkonzept entworfen: „Wir wollten nur das Nötigste bauen – und das so durchdacht und sparsam, wie es auch ein privater Hausbesitzer tun würde.“ Dank Adaschs „hochkonspirativem“ Vorgehen in diversen Landesbehörden hätten die Celler binnen eines Monats nach Antragstellung den Zuschlag für die Modernisierung erhalten. Sengel: „Wir haben bei laufendem Betrieb eine Operation am offenen Herzen durchgeführt, und das hat glänzend geklappt.“

Doch dabei solle es nicht bleiben, so Sengel: „Es ist noch was offen.“ Als Beispiele nannte er den überaus spartanischen Zellentrakt, Brandschutzvorkehrungen in Keller und Erdgeschoss, Nebeneingänge und die eventuell unumgängliche Klimatisierung einzelner Bereiche. „Nach dem Auftrag ist vor dem Auftrag“, sagte dazu Wilhelm Wickbold vom Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide. Im nächsten Jahr soll erst einmal die hausinterne Schießanlage sicherer gemacht werden. Für die von Sengel erwähnten weiteren Vorhaben wird derzeit das Jahr 2012 ins Auge gefasst. „Wir arbeiten dran“, schmunzelte Adasch: „In Hannover hat man unsere Celler Kooperationsbereitschaft und unser Improvisationstalent schätzen gelernt.“