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21:12 03.04.2013
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Täglich denkt sich der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un neue Provokationen aus. Doch die Abschottung der Sonderwirtschaftszone Kaesong trifft weniger den südkoreanischen Nachbarn als vielmehr das stalinistische Regime in Pjöngjang selbst. Denn von Kaesong flossen regelmäßig dringend benötigte Devisen in den Norden.

Was treibt Kim Jong Un an? Ist es Größenwahn oder die Lust am eigenen Untergang? Oder beides? Vergleiche drängen sich auf mit Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi, die bekanntlich kein glückliches Ende fanden.

Einen militärischen Konflikt kann auch der nordkoreanische Diktator niemals gewinnen. Will er vielleicht nur - wie in früheren Jahren - Hilfsgelder aus den USA erpressen? Aber wie lange lässt sich der Westen das noch gefallen, zumal Nordkorea die Vereinbarungen ja doch nicht einhält?

Merkwürdig ist auch die Rolle der Volksrepublik China, von der der kleine Nachbar politisch und wirtschaftlich abhängt. Dennoch gelingt es Politikern aus Peking anscheinend nicht, das Regime in Nordkorea zur Mäßigung zu bewegen. Oder ist das gar nicht beabsichtigt? Die schlimmste Option wäre zweifellos ein Stellvertreterkrieg auf der koreanischen Halbinsel.

Michael Regehly

Von Michael Regehly