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Celle Stadt Neue Regeln für Celler Klimaschutz-Förderung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neue Regeln für Celler Klimaschutz-Förderung
17:33 02.06.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

Angesichts der verminderten Finanzmittelausstattung des Klimaschutzfonds solle solle künftig ein stärker an den Klimaschutzeffekten orientierter Einsatz der knappen Mittel angestrebt werden, erläuterte der städtische Umweltschutz-Fachdienstleiter Lothar Sander im Ausschuss. Da es bei diesem geänderten Fördermodus auch zur Nichtberücksichtigung grundsätzlich förderfähiger Projekte kommen könne, solle künftig die Entscheidung über die Mittelzuteilung vom städtischen Verwaltungsausschuss getroffen werden.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung soll auch künftig nicht bestehen. Laut Förderrichtlinien-Entwurf sollen solarthermische Anlagen je nach Kollektortyp mit bis zu 500 Euro gefördert werden. Einen Zuschuss von bis zu 1200 Euro soll es für Photovoltaik-Anlagen geben; 500 Euro für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wie etwa Blockheizkraftwerke.

Anlagen zur Nutzung von Erdwärme sollen je mit bis zu 2000 Euro gefördert werden. Bei kombinierten Anlagen, die Erdwärme und Erdkühle nutzen, erhöht sich der Fördersatz um 50 Prozent. Bei der Errichtung innovativer Heizungssysteme mit erneuerbaren Energien soll es bis zu 3000 Euro je Objekt dazu geben. Sanierungen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung bei Gebäuden sollen mit bis 20 Prozent der Kosten und höchstens 6000 Euro bezuschusst werden. Bei energetischen Sanierungen im Geschosswohnungsbau und bei Mehrfamilienhäusern beträgt der Höchstbetrag der Förderung 2500 Euro je Wohnung und 20.000 Euro pro Objekt.

Der Fraktion Linke/BSG im Rat hatte eine Neuregelung der Förderung angeregt. Das jetzt dem Umweltausschuss vorgelegte Ergebnis trägt der Intention der Fraktion nach Ansicht des Vorsitzenden Oliver Müller (BSG) voll Rechnung: "Nachdem die einzusetzenden Mittel sich deutlich verringert hatten, ging es uns darum, die Fördermittel gezielter nach Gesichtspunkten der C02-Minderung einzusetzen. Wir finden den Vorschlag gut, weil er sich an Effizienzgesichtspunkten orientiert. Für die Antragsteller bringt es ein bisschen mehr bürokratischen Aufwand, gleichzeitig aber erhöht sich bei der Vergabe auch der Gerechtigkeitsfaktor. Wir sind sehr zufrieden damit, dass die Verwaltung an diesem Punkt der kommunalen Aufgabe Klimaschutz engagiert nachgekommen ist."