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Celle Stadt Neue Schulzeiten wieder verschoben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neue Schulzeiten wieder verschoben
14:17 30.04.2013
Von Simon Ziegler
Einen Schulbeginn am Hölty-Gymnasium um 8.20 Uhr wird es so schnell nicht geben. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Was bereits Ende 2012 befürchtet wurde, ist jetzt offiziell: Die Einführung der neuen Schulanfangszeiten zum Schuljahr 2013/14 muss erneut verschoben werden. Die CeBus habe das Konzept zur Schülerbeförderung geprüft und eine Umsetzung zum 1. August ausgeschlossen, heißt es in einer am Dienstag vom Landkreis Celle veröffentlichten Stellungnahme.

Ein Planungsbüro arbeitet inzwischen seit 2010 an dem Konzept. Eigentlich sollten die Pläne zum 1. August 2012 realisiert werden, weil der Landkreis endlich die vielfach kritisierten langen Fahrzeiten für tausende Schüler verringern wollte. Die Schulreform, der Widerstand einzelner Schulen, Veränderungen des CeBus-Fahrplans – das alles führte dazu, dass sich der Landkreis auch vom Starttermin 1. Februar 2013 und jetzt vom 1. August 2013 verabschieden musste.

Dennoch hält Schulamtsleiter Reinhard Toboll an den neuen Zeiten fest. „Das System ist gut. Wir wollen es zum Nutzen aller einführen“, sagte er.

Allerdings werden möglicherweise noch Jahre vergehen, ehe es in Kraft treten kann. Denn zum 1. April 2015 werden die Konzessionen im Celler ÖPNV neu vergeben. Ausgeschrieben wird im kommenden Jahr. Dann müssten die neuen Schulzeiten Teil des Auftrags sein. Das geht aber nicht, da die Pläne nicht fertig sind. Zum 1. August 2014 wird das System definitiv nicht eingeführt, da die CeBus-Konzession nur noch ein halbes Jahr liefe. Der 1. August 2015 ist denkbar, allerdings ist der Termin schon heute fraglich. Denn sollte ein neues Busunternehmen den Auftrag erhalten, hätte es nur wenige Monate Zeit, um die neuen Schulzeiten in die Fahrpläne zu integrieren. Wegen der Schwierigkeiten der Schulen, auf einen Wechsel zum Halbjahr zu reagieren, bliebe der 1. August 2016. „Das wäre der schlimmste Fall“, so Toboll zu diesem Szenario.

Im November 2012 hatte die Kreispolitik entschieden, dass erst dann grünes Licht gegeben wird, wenn die CeBus definitiv sagt, der Plan sei umsetzbar und konkrete Fahrpläne vorlegt. Die geforderte schriftliche Zusage sei derzeit nicht möglich, eine reibungslose Durchführung der Schülerbeförderung nach dem neuen Konzept könne nicht garantiert werden, so der Landkreis am Dienstag. Dafür verantwortlich seien auch verschiedene Bauarbeiten. Verwiesen wird auf den Beginn der Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte im Bereich Altencelle/B214 zum Anschluss der Celler Ostumgehung, die erhebliche Auswirkungen auf ÖPNV und Schülerbeförderung haben. Die B214 ist dann nur noch stadtauswärts befahrbar.

Der Landkreis wollte mit den neuen Schulanfangszeiten eine Verbesserung der Schülerbeförderung erreichen. Für viele Kinder und Jugendliche sollte sich der Schulweg zeitlich verkürzen. Vorgesehen war, dass die Schulen gestaffelt zwischen 7.30 und 8.20 Uhr anfangen.