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Celle Stadt Neue Suedlink-Pläne durch Kreis Celle veröffentlicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neue Suedlink-Pläne durch Kreis Celle veröffentlicht
15:07 27.09.2016
Von Simon Ziegler
ARCHIV - Prototypen für Erdkabel mit drei Adern liegen am 06.02.2013 in Göttingen (Niedersachsen) unter einer Hochspannungsleitung. Ein verstärkter Einsatz von Erdkabeln beim Ausbau der neuen Stromtrassen könnte nach Ansicht von Niedersachsens Regierungschef Weil den Zeitplan der Energiewende verzögern. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu lni „Weil: Erdverkabelung kann Netzausbau für Energiewende bremsen“ vom 18.07.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Julian Stratenschulte
Celle Stadt

Suedlink würde westlich an Bergen vorbeigeleitet, entlang der B3 Richtung Celle, an Wolthausen vorbei und zwischen Hambühren und Wietzenbruch Richtung Hannover geführt. Bei einer anderen Variante wäre der Kreis Celle nicht betroffen. Bei diesem Vorschlag würde Suedlink bei Schwarmstedt verlaufen und westlich an Hannover vorbeigeleitet.

Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung, machte klar: „Wir planen Suedlink als reine Erdkabelverbindung. Das ist der Wunsch der Bürger, für den die Politik den Weg frei gemacht hat.“ Demnach sind die umstrittenen Freileitungen vom Tisch. In einem ersten Schritt seien nun mögliche, gut geeignete Korridore identifiziert worden, so Hartman weiter. Diese werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt, sagte Dr. Werner Götz, Mitglied der Geschäftsführung der TransnetBW GmbH: „Noch vor dem offiziellen Antragsverfahren suchen wir den Dialog mit der Öffentlichkeit.“

Jetzt soll die Bürgerbeteiligung starten, bei der die Planungen erklärt und die Vorschläge diskutiert würden. „Wir wollen frühzeitig und transparent informieren. Das stellt sicher, dass alle verfügbaren lokalen und regionalen Informationen helfen, die Planung zu optimieren.“ Hartman und Götz wiesen darauf hin, dass die Fertigstellung von Suedlink für 2025 geplant sei. Tennet und TransnetBW wollen den Antrag zur Bundesfachplanung im ersten Quartal 2017 bei der Bundesnetzagentur einreichen.

Nachdem Ende 2015 der Erdkabelvorrang für Gleichstromverbindungen gesetzlich festgelegt worden war, haben die beiden Übertragungsnetzbetreiber mit den Planungen für Suedlink begonnen. Die neuen Erdkabelkorridor-Vorschläge basieren auf Kriterien für erdverlegte Leitungen, die sich grundlegend von denen für die Planung von Freileitungen unterscheiden.

Von Mitte Oktober bis Mitte November werden Tennet und TransnetBW Info-Foren veranstalten. Über 30 Veranstaltungen werden in den Landkreisen stattfinden, in denen die vorgeschlagenen Erdkabelkorridore verlaufen könnten. Dort können sich Bürger über die Planungsgrundlagen und die eingesetzte Technik informieren und Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Erdkabelkorridoren abgeben.