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Celle Stadt Neuer Kreismusikdirektor macht Musikreihen und Nachwuchsarbeit zur eigenen Sache
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neuer Kreismusikdirektor macht Musikreihen und Nachwuchsarbeit zur eigenen Sache
11:13 22.08.2018
Kümmern sich künftig um die Jugendarbeit: Celles neuer Kreismusikdirektor Michael Voigt und Conny Vogt, die sich um die Singmäuse kümmert. Quelle: Eingesandt
Celle

Dass die Celler Mittagspausen zur Marktzeit und die Atempausen im Advent ein so erfolgreiches Konzertformat sind, das ist schon erstaunlich, denn der Besuch von Orgelkonzerten hält sich zumeist in überschaubaren Grenzen. Die kleinen Veranstaltungen mit einer Dauer von einer guten halben Stunde, die immer mindestens zur Hälfte mit Musik gefüllt ist, ziehen immer wieder erfreulich viele Menschen an. Da scheint es nur folgerichtig zu sein, dass der neuen Kirchenmusikdirektor der Stadtkirche, Michael Voigt, die Reihe zu einer eigenen Herzensangelegenheit machen will.

Schon einmal hat er sich in diesem Rahmen bereits hier präsentiert vor ein paar Wochen. Da stand die berühmte d-moll-Toccata von Johann Sebastian Bach auf dem Programm. Dieses Mal hatte Voigt die ungleich schwerere C-Dur-Triosonate ausgesucht, ein wunderbares Stück, in dem

drei Stimmen ihr jeweils eigenes, aber immer auf die anderen Stimmen bezogenes musikalisches Leben führen und deshalb sehr unangenehm zu spie-
len sind, ohne dass der Normalhörer merken könnte, welche Herausforderung für den Spieler diese Musik ist. In einem solchen Rahmen dieses Stück zu präsentieren, das zeigt schon, welche Wertschätzung dieser Organist dieser Reihe und ihren vielen regelmäßigen Besuchern entgegenbringt. Und der Applaus zeigte, welch Gefallen das Publikum an der Sache gefunden hat, die, wie immer bei diesem Format, mit Texten kombiniert war.

Dietmar Herbst hatte sich das viel diskutierte Thema Toleranz und Akzeptanz im Zusammenleben mit Menschen unterschiedlichster Herkunft vorgenommen. Er ging dabei auf Texte von Carl Zuckmayr und Max Frisch ein. Das war eher gedankenschwer und unterlief somit ein wenig die Selbstverständlichkeit mit der bei Bach die so eigenständigen Stimmen in friedlichem Miteinander erklangen. Aber auch wenn man das kaum hörte: Diese technisch anspruchsvolle Musik ist genauso schwer zu spielen, wie ein idealtypisches Zusammenleben verschiedener Kulturen nicht so einfach zu praktizieren ist, wie mancher meint.

Neben Voigts Engagement für dieses Konzertformat ist ihm auch die Jugendarbeit eine höchst wichtige Sache. Das sieht man alleine schon daran, dass er sich selbst um diese kümmern wird, und nicht, wie an den meisten anderen größeren Kirchen, eine weitere Person dafür abgestellt wird. Lediglich die jüngste Gruppe der Singmäuse bleibt weiterhin bei Conny Vogt.

Michael Voigt ist auch schon seit vergangener Woche mit spürbarer Lust bei der Sache und ist sehr erfreut, dass trotz der mehrfachen Wechsel in der Leitung, seine noch im Hintergrund aktive Vorgängerin Katrin Hauschildt ihm eine sangesfreudige und kundige Truppe hinterlassen hat. Immer dienstags zwischen 15 und 18 Uhr wird in drei Altersstufen geprobt.

Von Reinald Hanke

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