Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Neuer Nachbar für Suppen-Fred: Kaffeestand für Celler Wochenmarkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neuer Nachbar für Suppen-Fred: Kaffeestand für Celler Wochenmarkt
11:13 09.08.2017
Von Dagny Siebke
Mirko Schulz (links) und Colin Stuart genießen eine Suppe auf dem Wochenmarkt. Quelle: Erik Habermann
Celle Stadt

Mittwochs ist bei Colin Stuart und Mirko Schulz Suppentag. Wenn Wochenmarkt ist, gehen die beiden Mitarbeiter von Baker Hughes gern zur Gulaschkanone und löffeln eine Erbsensuppe. Die Kollegen finden das Angebot trotz der kulinarischen Übersichtlichkeit in Ordnung. "Klar, wenn es mehr Auswahl gäbe, würde ich das schon begrüßen", so Schulz.

Alternativ komme für die beiden auch der Fleischerbetrieb Zimmermann infrage, erzählen Stuart und Schulz. Generell sollte der Preis für ein Mittagessen jedoch nicht die Grenze von 10 Euro überschreiten. Deshalb ist die Suppe für 3,80 Euro auch so ganz nach ihrem Geschmack. "Es gibt ja auch noch einen Nachschlag", sagt Schulz und lacht.

Sechs Jahre lang hat sich Bernd Zobel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, fürs Schlemmen ohne schlechtes Gewissen auf dem Wochenmarkt eingesetzt. Die neuesten Entwicklungen dürften den Vertreter der überfraktionellen „Latte-Macchiato-Gruppe“ besonders erfreuen: Denn demnächst soll ein Kaffeewagen den Zuschlag für den Celler Wochenmarkt erhalten.

"Für gastronomische Leistungen liegen derzeit vier Bewerbungen vor", teilt Stadtsprecherin Myriam Meißner mit. Nach Änderung der Wochenmarktsatzung hatte man sich in Absprache mit den Marktbeschickern so geeinigt, dass die Stände mit gastronomischen Leistungen nur am Anfang oder am Ende der Marktfläche gestellt werden. Von den vier Bewerbern hätten zwei Bewerber einen Standplatz an der Stechbahn abgelehnt, so Meißner. Deren Interesse beschränkte sich ausschließlich auf einen Stellplatz am Markt. Doch diese Marktfläche sei jedoch komplett belegt.

"Bei den zwei verbleibenden Bewerbern ist die Vergabe eines Standplatzes in Bearbeitung", sagt Meißner. "In der Tat handelt es sich dabei um Kaffeewagen. Gegebenenfalls wird hier per Losverfahren entschieden, da beide Bewerber ein identisches Warenangebot haben."

Laut der Vergaberichtlinie sind gastronomischen Leistungen 15,5 laufende Meter der gesamten Marktfläche vorbehalten. Davon sind bereits insgesamt zwölf laufende Meter an der Stechbahn durchgehend mittwochs und samstags durch Dauerbeschicker belegt. Meißner erläutert: "Die übrigen Marktbeschicker haben von der Möglichkeit, gastronomische Nebenleistungen anzubieten, keinen Gebrauch gemacht. Es wurden lediglich in Einzelfällen in geringem Umfang gastronomische Leistungen angeboten."