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Celle Stadt Neuer Partner für Stadtwerke
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neuer Partner für Stadtwerke
16:45 01.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Neuorganisation der Wasserversorgung in der Stadt: Der technische Leiter der Stadtwerke, Manfred Terlutter, und OEWA-Niederlassungsleiter Sebastian Lösch mit ihren Mitarbeitern im Wasserwerk Garßen. Quelle: David Borghoff
Celle

Seit Jahresbeginn haben die Stadtwerke die Trinkwasserabrechnung wieder von der SVO übernommen, zum 1. Januar 2019 folgt die Abwasserabrechnung, die die SVO bisher für den Klärbetrieb erledigt hatte, und nun hat der lokale Konkurrent der Stadtwerke bei der Gas- und Stromversorgung für mindestens die nächsten sechs Jahre auch das Nachsehen, wenn es um die technische Betriebsführung der Stadtwerke-Wassersparte geht. Bei einer europaweiten Ausschreibung setzte sich die OEWA Wasser und Abwasser GmbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von Veolia, durch. Die OEWA war zuvor bereits für dieses Jahr als Interimsbetriebsführer verpflichtet worden.

17 Jahre lang, von 2000 bis 2017, hatte die SVO sich im Auftrag der Stadtwerke um das Wassernetz in Celle gekümmert. Doch Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Edathy „wollte für die Stadttochter eine wirtschaftlichere Lösung". Mit Übernahme der Trinkwasserabrechung zum 1. Januar dieses Jahres wurde daher auch der Vertrag über die technische Betriebsführung mit der SVO gekündigt. "Als Eigentümer des Wassernetzes wollten wir wieder mehr in die eigenen Hände nehmen", begründet der Stadtwerke-Geschäftsführer diesen Schritt.

"Alles Kaufmännische machen jetzt die Stadtwerke und auch die Investitionen, von der Planung bis zur Auftragsvergabe, erledigen wir wieder selbst", so Edathy, der als Beispiele die Abrechnung der Wasserverbräuche, den Bau und die Sanierung von Hausanschlüssen und Versorgungsleitungen und den Wechsel der Wasserzähler nennt. "Dafür haben wir extra fünf neue Mitarbeiter eingestellt. Fünf Angestellte kümmern sich jetzt ausschließlich technisch und kaufmännisch um die Wassersparte, fünf weitere Mitarbeiter sind anteilig mit diesem Bereich beschäftigt", sagt Edathy.

Für die technische Betriebsführung, sprich das Wasserwerk Garßen und den Betrieb, die Wartung und Instandhaltung des 420 Kilometer langen Versorungsnetzes haben sich die Stadtwerke allerdings lieber einen Partner mit ins Boot geholt. Und das habe wirtschaftliche Gründe, wie Edathy erklärt. "Gerade für den Störungsservice, der rund um die Uhr besetzt sein muss, braucht man überdurchschnittlich viel Personal. Das können wir nicht abbilden."

„Das ist eine große Verantwortung, die wir mit diesem Vertragsabschluss übernehmen", sagt Laurent Hequet, Vorsitzender der OEWA-Geschäftsführung. "Aber wir haben seit Anfang 2018 gezeigt, dass man sich auf uns verlassen kann, dass wir unser Metier beherrschen. Wir freuen uns, nun auch weiterhin die Stadtwerke Celle bei der Versorgung der Menschen in Celle und Umgebung mit dem kühlen Nass in bester Qualität unterstützen zu dürfen", so Hequet.

Sebastian Lösch, Leiter der OEWA-Niederlassung Braunschweig, möchte mit dem Know-how von Veolia die Versorgungssicherheit für die Celler Bürger, etwa bei der Filtertechnik, steigern. Edathy kündigte an, die bisherigen Investitionen von etwa zwei Millionen Euro im Jahr erhöhen zu wollen. "Wir haben gerade im Wasserwerk Garßen, wo die OEWA-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz haben werden, viel vor. Unter anderem wollen wir die Pumpen austauschen. Mit moderner Technik lassen sich hier 20 Prozent des Energieverbrauchs sparen. Bei 350.000 bis 400.000 Euro an Stromkosten im Jahr würde sich eine solche Investition recht schnell bezahlt machen", sagt Edathy.

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