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Celle Stadt Neues AKH soll 2018 fertig sein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neues AKH soll 2018 fertig sein
14:16 12.03.2012
Von Michael Ende
Vision des Krankenhaus-Ausbaus Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

CELLE. Eine "sportliche Herausforderung" nannte Wilfried Schröter, technischer Direktor der AKH-Gruppe, in städtischen Bauausschuss, den laufenden Umbau des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH). Dabei meinte er nicht nur die reinen Bauvorhaben, sondern auch die organisatorische Neugestaltung des Klinikgebildes. Dabei wolle man sich sputen, erläuterte AKH-Vorstandssprecher Stephan Judick. Gedanken an eine möglicherweise bis zu 15-jährige Umbauzeit seien vom Tisch: "Im Jahr 2018 wollen wir fertig sein."

Am 17. April werde der AKH-Haupteingang an die Südseite des Komplexes verlegt, weil dort, wo sich der alte befinde, bis 2014 neue Gebäude entständen, kündigte Schröter an. Gleichzeitig werde der Verkehr und das Parken so geregelt, dass das AKH weiterhin leicht zu erreichen sei. So sollte eine Regelung geschaffen werden, die es Besuchern aus dem Norden ermögliche, weiterhin direkt den Siemensplatz anzusteuern. Sie müssten dann zum Haupteingang um das Gebäude herumgehen. Besucher aus dem Süden könnten den neuen Parkplatz an der Wittinger Straße benutzen.

Flächenmäßig werde sich das AKH kaum ausdehnen, so Schröter - im Gegenteil. Demografische Fakten gäben Anhalt dafür, dass die Bettenzahl nicht wachsen brauche und man zum Beispiel in Zukunft auch keine Kinderstation in der bisherigen Größe benötige: "Das heißt, dass Gebäude in Richtung Berggartenstraße perspektivisch nicht mehr notwendig sein werden." Denkbar sei dort zum Beispiel die Schaffung einer neuen Grünanlage. "Entbehrlich" seien auch die AKH-Häuser an der Rauhen Gasse. Die Park-Situation wolle man durch eine Aufstockung des vorhandenen Parkdecks weiter entschärfen.

Angesprochen auf die Situation des St. Josef-Stifts sagte Judick, "dort unten" würden noch zwei Stationen betreiben. Aber nicht mehr lange: "Wir wollen zum 1. September diese beiden verbliebenen Stationen ins AKH integrieren." Im Stift werde man nur noch ambulanten Betrieb haben. Dafür solle das sozialpädiatische Zentrum sorgen, dass bisher zersplittert sei und im Stift auf 1000 Quadratmetern zwei Etagen füllen werde: "Damit bliebe eine Etage noch unbelegt." Es sei unrentabel, im Stift weiterhin Operationsäle vorzuhalten, erläuterte Judick: "Das geht nicht." Eine komplette Ertüchtigung des St. Josef-Stifts würde 13 bis 18 Millionen Euro kosten, rechnete Judick vor und erläuterte, dass der alte Backstein-Bau ein finanzieller Klotz am AKH-Bei sei: Pro Jahr müsse man 600.000 bis 800.000 Euro allein in die Erhaltung des Altbaus stecken.

Als nicht praktikabel charakterisierte Judick die Idee, an der Hohen Wende ein ganz neues Klinikum zu bauen: "Das würde nach seriösen Berechnungen mehrerer Gutachter 100 Millionen Euro mehr als die laufende Modernisierung kosten. Dafür würden wir von keiner Bank Geld bekommen - unter anderem, weil Krankenhäuser heute so gerated werden wie Sonnenstudios."

Informationen aus erster Hand über das AKH und seine Zukunft gibt es am 17. April bei einer Veranstaltung, die um 18.30 Uhr in der alten Exerzierhalle beginnt.