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Celle Stadt Neues Abonnement-Modell vereint unterschiedlichste Vorteile
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neues Abonnement-Modell vereint unterschiedlichste Vorteile
22:31 25.05.2015
Celle Stadt

Ab der kommenden Saison werden auch diese Aufführungen als Abonnement buchbar sein. Eine Vorform dieses Abonnements gab es zwar bereits unter Intendantin Bettina Wilts, jedoch erwies sich seinerzeit das Gutscheinprinzip als nicht optimal, da es immer wieder Probleme gab, wenn Theaterkunden Vorstellungen buchen wollten, diese aber so schnell ausverkauft waren, dass es manchmal schwierig wurde, die Besucherbedürfnisse optimal befriedigen zu können.

Nun funktioniert das System anders. Es sind neun Stücke im Studio Malersaal und in der Halle 19 geplant, von denen man sich bei der Buchung acht Stücke und jeweils einen der bereits disponierten Aufführungstermine heraussucht. So weiß man langfristig, wann die Aufführungen dieses Abos sind und kann sich drauf einstellen. Dieses neue Abomodell könnte fast so etwas wie die Quadratur des Kreises sein, denn sie vereint die unterschiedlichsten Vorteile in einem Angebot.

Das Spektrum der Stücke ist breit. Es geht vom hochkomplexen Klassiker, „Dantons Tod“ von Büchner in einer auch für ein jugendliches Publikum zugänglichen Bearbeitung, bis hin zu diversen neuen Stücken. Das bekannteste dürfte die szenische Version von Wolfgang Herrndorfs Erfolgsroman „Tschick“ sein. Zunächst die Stücke in der Halle 19: Am 12. September gibt es als erste Premiere das Stück „Supergute Tage“, in dem es um einen Autisten geht. Viele kleine Rollen werden hier von wenigen Schauspielern in mehreren Rollen gespielt. Schauspielerisch wird diese Aufführung deshalb sicher eine Herausforderung werden. Wenn am 5. November der Kultroman „Tschick“ als Theaterstück auf die Bühne gebracht wird, darf man gespannt sein, wie man in Celle diese Reise zweier Jugendlicher durch die deutsche Provinz szenisch umsetzt. Nach dem Büchner ab dem 7. Januar kommenden Jahres folgt ab 17. März mit „Frau Müller muss weg“ eines der Erfolgsstücke von Lutz Hübner, in dem dieser das Verhältnis von Lehrern und Eltern im heutigen Schulalltag thematisiert. Zum Ende der Saison darf man sich noch auf Shakespeares „Sommernachtstraum“ freuen, eine Produktion, die auch als Theater-Landpartie an ausgewählten Orten im Landkreis gezeigt werden soll.

Im Studio Malersaal beginnt die Saison ab 16. September mit Elke Heidenreichs „Alte Liebe“, einem Stück über ein mehr als vierzig Jahre verheiratetes Paar. Mit „Kein schöner Land“ steht am 24. Oktober eine Uraufführung über einen deutsch-türkischen Patrioten an. Es folgt mit „Eine Sommernacht“ eine moderne „Liebelei“ mit Live-Musik. Premiere 14. Januar. Die letzte Studioproduktion ist für den 13. März zu erwarten: Mit „Wer kocht, schießt nicht“ steht die Geschichte eines arbeitslosen Gourmets und Hobbykochs auf dem Spielplan.

Von Reinald Hanke