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Celle Stadt Nicht nur in Nienhagen gibt es Mobilfunk-Probleme
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nicht nur in Nienhagen gibt es Mobilfunk-Probleme
18:25 21.01.2014
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

Doch auch in anderen Kommunen des Celler Landkreises gibt es immer wieder Schwierigkeiten. Auf Facebook schrieb Sascha Wemmel nach dem Bericht über Nienhagen, dass Vodafone auch in Hustedt und Westercelle "so gut wie gar nicht funktioniert". Bettina Pinsch kommentierte, dass Gespräche in Hermannsburg "abrissen". Und Hermann Winkelmann berichtete, dass es seit dem 14. Dezember in Schelploh und Weyhausen "null Empfang" gebe.

Trotz dieser Beschwerden erklärte Vodafone-Sprecher Volker Petendorf, dass die Netzversorgung im Kreis Celle insgesamt gut sei. Vor allem in der Stadt Celle sei man gut aufgestellt. In der Celler Innenstadt messe man eine Datenversorgung von 3,6 MBit pro Sekunde, im Außenbereich der Stadt seien es 5MBit. Bekannt sei das Problemgebiet um Nienhagen. Dort will Vodafone Abhilfe schaffen, indem der Funkmast eines Konkurrenten in Adelheidsdorf mitgenutzt wird. Bis März oder April müssen Kunden mit Einschränkungen rechnen.

Bei Facebook wurde auch die Frage nach einem Kündigungsrecht aufgeworfen, wenn ein Anbieter es nicht schafft, eine vernünftige Funkqualität zur Verfügung zu stellen. Oft haben Kunden Zwei-Jahres-Verträge. Nach Angaben des Vodafone-Sprechers sei die Sache juristisch klar, ein Sonderkündigungsrecht gebe es in diesen Fällen nicht. "Der Gesetzgeber sagt, dass Mobilfunk nicht an einen Standort gekoppelt ist, weil sich niemand immer am selben Standort aufhält. Man geht davon aus, dass die Grundversorgung in ganz Deutschland vorhanden ist", sagt Petendorf. Wenn jemand beispielsweise in einem Funkloch wohnt, werde sich Vodafone bemühen, sich mit dem Kunden gütlich zu einigen. Man habe kein Interesse an verärgerten Kunden.

Weil vor allem in Nienhagen der Ärger bei manchen Kunden sehr groß ist, hat UWG-Ratsherr und Vodafone-Kunde Alexander Hass am 7. Februar zu einer Infoveranstaltung ins Rathaus eingeladen. Ob wie gewünscht Vertreter des gescholtenen Unternehmens teilnehmen, war gestern noch immer unklar. Der Termin ist nicht mit Vodafone abgestimmt worden. Hass sagt, es habe ihn niemand zurückgerufen, die Einladung ging per Einschreiben raus. Vodafone spricht von einem Missverständnis.