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Celle Stadt Notfall-Treffpunkte für flotte Hilfe
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Notfall-Treffpunkte für flotte Hilfe
16:24 11.04.2013
Notfall-Treffpunkte können auch in einem Ort liegen - wie hier in Höfer. Quelle: Joachim Gries
Celle Stadt

35 Notfall-Treffpunkte sind seit einigen Wochen im Landkreis Celle ausgewiesen. Vorrangig dienen die rot-weißen Schilder mit schwarzer Kennung dazu, bei Unfällen von Forstbediensteten im Wald schnelle Rettung zu ermöglichen. Im Einzelfall können sie auch Wanderern, Reitern oder Fahrradtouristen aus einer Notlage helfen.

„CE-8“ steht zum Beispiel auf dem Schild unweit des Parkplatzes an der Landesstraße 281 bei Queloh. Darunter sind ein Handy-Symbol abgebildet, daneben die Rufnummer 112. Wer die Rufnummer wählt, landet bei der Rettungsleitstelle des Landkreises Celle. Gibt der Anrufer die Kennung vom Schild durch, weiß der Disponent sofort, wo Hilfe notwendig ist und kann die Rettungskräfte alarmieren.

Die Initiative zu den neuen Schildern kam von den Niedersächsischen Landesforsten. Sie haben damit Treffpunkte geschaffen, die von Notarzt, Rettungswagen oder Feuerwehren angesteuert werden sollen. Dort werden die Rettungskräfte von Forstbediensteten mit Ortskenntnissen in Empfang genommen und zur Unglücksstelle im Wald gelotst.

Für die Schilder haben die Landesforsten extra markante Punkte am Rande von Waldflächen ausgewählt, die leicht zu finden sind. So ist ein Treffpunkt bei der Lachtebrücke (Blaue Brücke) neben der Landesstraße 281 ausgewiesen, ein weiterer an der Hauptstraße Ecke Oher Weg in Höfer. Die Punkte sind auch so ausgewählt, dass Handyempfang gegeben ist, damit die Kommunikation mit der Leitstelle klappt.

„Die Schilder haben wir nicht für verirrte Pilzsucher im Wald aufgestellt“, stellt Klaus Kahlstorf, Sicherheitsbeauftragter des Forstamts Unterlüß, klar. Gleichwohl kann jeder in einer Notlage die Notfall-Treffpunkte nutzen. Die Mitarbeiter in der Leitstelle wissen eindeutig, von wo sie der Notruf erreicht, weil die Koordinaten in ihrem Computer hinterlegt sind.

Die Initiative der Landesforsten wird von uns außerordentlich begrüßt“, sagt Eckhard Ferg, Leiter des Ordnungsamtes beim Landkreis Celle. Er sieht durchaus die Möglichkeiten, dass ortsunkundige Urlauber im Notfall von der Beschilderung profitieren können. „Wir müssen sehen, wie es sich in der Praxis bewährt“, sagt Ferg. Der Ausbau des Systems ist möglich. „Andere Waldbesitzer können sich da ranhängen“, sagt Kahlstorf.

Von Joachim Gries