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Celle Stadt Notfall-Treffpunkte für kreiseigene Celler Wälder vorerst aufgeschoben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Notfall-Treffpunkte für kreiseigene Celler Wälder vorerst aufgeschoben
18:39 13.09.2017
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Die SPD-Fraktion hatte den Antrag gestellt, die Beschilderung mit Notfall-Treffpunkten auch auf kreiseigene und private Waldgebiete auszuweiten. Im Ausschuss bekräftigte der SPD-Kreistagsabgeordnete Maximilian Schmidt, wie wichtig das System sei: „Die Schilder sind eine zusätzliche Orientierungshilfe.“ Jedes besitzt eine individuelle Kennzeichnung, die sich aus der Buchstabenkombination des Landkreises und einer eigenen Nummerierung des Punktes zusammensetzt. Die Rettungsdienste kennen diese Punkte. Setzt ein Spaziergänger einen Notruf ab und nennt die Kombination des Notfall-Treffpunkts, können die Einsatzkräfte zum richtigen Ort geschickt werden – eine Hilfe vor allem für in Not geratene Ortsunkundige.

Charles Sievers (FDP) bezeichnete die Notfall-Treffpunkte als „dringend notwendig“. „Für viele Leute ist das eine Vereinfachung“, sagte Sievers über die Punkte, deren genaue Lage per Smartphone und App abgerufen werden kann. Albrecht Hoppenstedt (WG) kritisierte den SPD-Antrag. „Die Idee geht weit über das Ziel hinaus“, sagte der Kreistagsabgeordnete. „Man sollte die Natur nicht mit Schildern vollstellen.“

Die Errichtung von Notfall-Treffpunkten wird zurzeit von den Forstbehörden, dem Kreiswaldbrandbeauftragten, der Kreisfeuerwehr Celle sowie dem Waldbesitzerverband in Privat- und Körperschaftswäldern im Celler Land vorangetrieben. „Nächstes Jahr wollen wir sehen, wie die Erfahrungen sind“, sagte Schmidt. Dann entscheidet sich, ob die kreiseigenen Waldgebiete hinzukommen.

Von Amelie Thiemann