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Celle Stadt OHE: Wiswe hofft auf Investor mit langfristigen Zielen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt OHE: Wiswe hofft auf Investor mit langfristigen Zielen
17:08 12.08.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Die OHE AG mit Sitz in Celle gehört mehrheitlich zum britischen Arriva-Konzern, der an die Deutsche Bahn (DB) verkauft wird. Etwa 16 Prozent der OHE gehören kommunalen Gesellschaftern. Nun hat die EU-Kartellbehörde zur Auflage gemacht, dass die DB im Zuge der Übernahme alle deutsche Arriva-Töchter als Gesamtpaket verkaufen muss.

Wiswe, der für die Kommunen im OHE-Aufsichtsrat sitzt, hatte sich im Juni bei den Spitzen der Bundes- und Landespolitik für einen Arriva-Verkauf in Teilen und für eine norddeutsche Beteiligungslösung bei der OHE stark gemacht. Er befürchtet, dass die DB an einer auch zukünftig starken Metronom-Gesellschaft kein Interesse haben dürfte und sich bei den Weiterverkaufsbemühungen entsprechend verhalten werde.

Ihm sei seitens der Politik deutlich signalisiert worden, dass ein Komplettverkauf der deutschen Arriva-Beteiligungen mit dem Bundeswirtschaftsministerium abgestimmt sei, sagte Wiswe zur Resonanz auf seinen Appell. „Ich bin mir sicher, dass die EU keine Bedenken gehabt hätte, wenn man alle deutschen Arriva-Beteiligungen separat verkauft hätte. Aber man hat es ja gar nicht versucht“, warf Wiswe der Politik vor. Man sei gar nicht an die EU herangetreten. Der Verkauf in Teilen hätte mehr Wettbewerb bedeutet. Das hätte die EU befürwortet, ist sich der Landrat sicher.

Jetzt hofft Wiswe im Sinne der OHE und des Metronom, dass der zukünftige Mehrheitseigner eine ernsthafte und langfristige Strategie verfolgt und nicht nur auf schnelle Rendite aus ist. Laut DB-Chef Rüdiger Grube sollen die deutschen Arriva-Beteiligungen innerhalb von sechs Monaten verkauft werden.