Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Oberschulen Faßberg und Eschede vor Schließung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Oberschulen Faßberg und Eschede vor Schließung
09:34 26.02.2015
Einträchtig nebeneinander stehen Grund- und Oberschule in Faßberg Quelle: Udo Genth
Celle Stadt

Eschede wird dabei schon nach diesem Schuljahr geschlossen, in Faßberg werden die Türen im kommenden Jahr dicht gemacht, wobei die fünften Klassen im Sommer bereits in Hermannsburg eingeschult werden. Die Schüler der auslaufenden Hauptschule aus Unterlüß werden im kommenden Jahr in Faßberg beschult.

Die Kreisverwaltung hatte die Schließung vorgeschlagen. „Die Prognose der Schülerentwicklung führt zu dem Ergebnis, dass bereits ab dem Schuljahr 2015/16 der fünfte und sechste Jahrgang in der Außenstelle Eschede durchgängig einzügig sein wird”, heißt es in einer Vorlage. Nach der Schulorganisationsverordnung müssten Außenstellen unter anderem ein ausreichend differenziertes Unterrichtsangebot sowie ausreichend große Klassen und Lerngruppen gewährleisten. Bei einer Einzügigkeit seien diese Bedingungen nicht mehr erfüllt. In Faßberg könne der Betrieb noch ein Jahr länger laufen, weil dort durch die Unterlüßer Schüler eine ausreichende Auslastung gewährleistet sei.

In der Kreispolitik gab es zwar weiterhin Bauchschmerzen, das Unwohlsein führte aber nicht zu einem Votum für den Erhalt der Schulen. „Die ganze Sache ist mittelglücklich gelaufen, aber letztlich setzen wir jetzt die Beschlüsse um, die wir mit der Fusion der Oberschulen gefasst haben”, sagte Annette von Pogrell (SPD). Auch Ulrich Kaiser (WG) meinte, es sei „unbefriedigend, denn letztlich versuchen wir, die Region im Norden zu stärken. Der Wegfall von zwei Schulen ist da kontraproduktiv.” Letztlich sei es aber der logische Schritt.

Diskussionen gab es noch um die Frage, was mit den Stellen der Schulsozialarbeiter und Sekretärinnen passieren würde. Auf Nachfrage von Charles Sievers (FDP) räumte die Kreisverwaltung ein, dass ein Außenstellenbonus für die Schulen wegfallen würde. Die normal vorhandene Dreiviertel-Schulsozialarbeiterstelle bleibe aber erhalten.

Letztlich warb auch Martina Backhaus, Rektorin der Oberschule Lachendorf, für ein Ende der Außenstelle. „Jetzt ist die Gelegenheit günstig, weil wir die Klassen nicht neu aufteilen müssen, weil die Größen einigermaßen hinkommen”, so Backhaus. Das sei den Eltern wichtig gewesen. Dietrich Ziemke (CDU) bestätigte das aus den Erfahrungen in Wietze. „Dort haben uns die Eltern auch gesagt, wenn der Bruch kommen muss, dann lieber früher, weil das Angebot in der Außenstelle anders ist.”

Wie Schulamtsleiter Rainer Toboll mitteilte, haben einige Eltern auch zuvor die Schulbezirkssatzung umgangen und ihre Kinder mit Ausnahmeanträgen in den zentralen Schulen angemeldet. In einigen Fällen hatte der Kreis das als unbegründet zurückgewiesen.

Von Tore Harmening